"Jedes Mal noch besser!"

Noch mehr Qualität, noch mehr Besucher und noch bessere Stimmung gab es beim Konzer Sommerkonzert im Kloster Kar-thaus. Die im Rahmen der Konzer Sommerakademie für Klavier und Kammermusik auftretenden Musiker präsentierten wunderbare Kompositionen auf hohem künstlerischen Niveau.

Konz. (jbo) Der Festsaal im Kloster Karthaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die kroatische Pianistin Ana Zei zur sonntäglichen Matinee an den Flügel trat. Sie umschmeichelte das Publikum mit Klängen von Frédéric Chopin. Zei entwickelte bei der Polonaise in d-Moll op. 71 ein sicheres Gespür für das tänzerische Vergnügen auf einem Volksfest, das von Chopin mit romantischen Spielereien verziert worden war.

Mit "Vallé d'Obermann" von Franz Liszt spürte anschließend der venezolanische Pianist Claudio Olivera der Stimmung in einem imaginären schweizerischen Tal nach. Mit Klängen, die von meditativ nach innen gekehrt bis rauschend überschwänglich verliefen, erspielte sich Olivera viel Beifall. Ein Stück des russischen Pianisten und Komponisten Alexander Skrjabin hatte sich der argentinische Tastenkünstler Alejandro Labastiá vorgenommen. Die "5 Préludes op. 74" standen im reizvollen Kontrast zu den zuvor gehörten Werken von Chopin und Liszt, da sich Labastiá Zeit nahm, die Klänge zu entwickeln und geduldig ihre Wirkung auszuspielen. Zum Abschluss des ersten Teils erfreuten dann Moritz Reutlinger (Violoncello) und Laura Maito (Klavier) das Publikum mit zwei Duos: der "Elegie" von Gabriel Fauré und den "Rumänischen Volkstänzen" von Béla Bartók. Mit prasselndem Beifall wurden die beiden Künstler in die Pause verabschiedet.

Schon in der Pause bemerkte Besucherin Elisabeth von Cronberg: "Das musikalische Niveau wird von Konzert zu Konzert immer höher." Da stand der Höhepunkt der Veranstaltung, das "Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello in Es-Dur op. 44" von Robert Schumann noch aus. Unter der Führung der ersten Violine (Anne Dostert aus Nittel) liefen Sebastian Wehrfritz (zweite Violine), Claudia Kussmaul (Viola), Moritz Reutlinger (Violoncello) und Julieta Colombo (Klavier) zur Hochform auf. "Ein wunderschönes Konzert", zog Besucher Richard Groß Bilanz.

Der nächste Termin in der Reihe der Konzer Sommerkonzerte ist der 2. September um 20 Uhr im Kloster Karthaus (Klaviermusik von Robert Schumann). Ihren Abschluss bildet das Konzert am Sonntag, 6. September, um 18 Uhr in der Sport- und Festhalle des Konzer Gymnasiums mit der Aufführung von zwei Konzerten für Klavier und Orchester (Mozart, Beethoven) sowie den Ouvertüren zur Rossini-Oper "Die seidene Leiter" und zum "Sommernachtstraum" von Felix Mendelssohn-Bartholdy.