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Jetzt wird nur noch Theater gespielt

Jetzt wird nur noch Theater gespielt

Nach einem Jahr Verlängerung als Leiterin der Grundschule Irsch ist Maja Brandscheit mit einem bunten Programm ihrer Schützlinge in den Ruhestand gespielt und gesungen worden. Das Unterrichten fällt bei ihr künftig weg, aber die bunte Schülerschar soll weiter auf der Bühne Freude bereiten.

Irsch. Eine Rakete, ein Marterpfahl, Knochen aus der Steinzeit und eine bunte Schar Grundschüler, die das Leben von den Anfängen der Menschheit bis weit in die Zukunft darstellt - das ist ein Abschied, wie er für die Rektorin der Grundschule Irsch passt. Maja Brandscheit feierte riesige Erfolge mit ihren singenden und rollenspielenden Schützlingen. Und deshalb war auch der Abschied ganz und gar nicht sang- und klanglos.
"Für die Theaterwerkstatt werde ich mir weiter Zeit nehmen", verspricht die leidenschaftliche Pädagogin, die vor Jahresfrist die völlig verdutzte Schulaufsicht sogar um ein Jahr Verlängerung im Dienst gebeten hat.
"Denn eigentlich wollte ich sie ja im letzten Jahr nach 40 Jahren im Schuldienst in den Ruhestand entlassen", erinnerte Regierungsschuldirektorin Julia Koch. Kinder seien für Brandscheit immer die Hauptpersonen gewesen. Sie habe gezeigt, dass auch eine kleine Schule erfolgreich sein kann. Mit der Verknüpfung von Leseförderung und Theaterspielen wurde die Grundschule Irsch weithin bekannt und mit Preisen geehrt.
"Du hast viele Grundsteine für erfolgreiche Lebensläufe gelegt", lobte Ortsbürgermeister Jürgen Haag. Einer davon ist der von Nachfolgerin Bettina Bortz, die noch Konrektorin in Wincheringen ist und das Amt mit den großen Fußstapfen ein Jahr lang erst einmal kommissarisch übernehmen wird. "Ich bin Irscherin und hatte Maja Brandscheit selbst als Lehrerin", sagte sie dem TV.
"Sie haben der Schule eine Seele gegeben und werden große Spuren hinterlassen", da ist auch Landrat Günther Schartz sicher. Die besonders gut gelungene Integration von Neubürgern wurde von Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Dixius hervorgehoben. "Wir haben gemeinsam in der Schule Freud und Leid geteilt. Und deshalb fällt mir der Abschied so schwer", gesteht die leidenschaftliche Pädagogin. Es sei eine unvergessene, schöne Zeit gewesen.
Doch Maja Brandscheit denkt schon wieder weiter: "Es wäre doch schön, wenn die sechs Grundschulen in der Verbandsgemeinde gemeinsam eine Theateraufführung auf die Beine stellen könnten." Sie habe da schon eine Idee. Und was sagen Schüler zum Abschied? Anna (9): "Frau Brandscheit ist eine sehr gute Lehrerin. Sie ist sehr nett und bringt uns viel bei. Ich habe bei ihr viel gelernt."
Janis (9) meint: "Theaterspielen hat viel Spaß gemacht, und auch das Fach Kunst. Frau Brandscheit ist ein lieber Mensch, nicht streng, und trotzdem habe ich viel gelernt. Ich hoffe, wir bekommen auch eine so gute Nachfolgerin."