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Joachim Weber kandidiert für die CDU bei der Kommunalwahl 2019 als Stadtbürgermeister in Konz

Kommunalpolitik : CDU-Mann will Verkehrsprobleme lösen

Der TV stellt die Kandidaten für die Stadtbürgermeisterwahl in Konz vor. Die Union schickt Joachim Weber ins Rennen.

Wer in Konz Stadtbürgermeister werden will, muss mehr Stimmen gewinnen als der Amtsinhaber. Und das ist zurzeit Joachim Weber. Der CDU-Mann aus dem Konzer Stadtteil Oberemmel leitet seit Anfang 2018 die Geschicke der Stadt und der Verbandsgemeinde Konz. Wer das kommunalpolitische Geschehen in der Saar-Mosel-Stadt verfolgt, weiß jedoch, dass sich der Oberemmeler bisher nie vor politischer Verantwortung scheute. Er hat sich vorher in zehn Jahren als Ortsvorsteher sowie neun Jahren als hauptamtlicher Beigeordneter der VG Konz einen Namen gemacht. Sitzungen leitet er zielführend und straff. Er wirbt mit seiner Erfahrung für sich und ist ohne Zweifel Favorit bei der Stadtbürgermeisterwahl am Sonntag, 26. Mai.

Ziele Seine Ziele sieht Weber bei den Themen Verkehr, Stadtentwicklung, Bildung, Wohnungsbau und Tourismus. In Sachen Verkehr nennt er die schon veröffentlichte Machbarkeitsstudie für die zweite Zufahrt nach Roscheid, die unter seiner Führung beauftragt worden ist (der TV berichtete). Weil die Stadt Trier vermutlich nicht helfen werde, wolle er die einzig mögliche Anbindung ohne Trierer Hilfe über den Löllberg realisieren, sagt der CDU-Politiker. Er schließe aber auch weitere Gespräche mit der Stadt Trier nicht aus. Eine Studie zum Bau einer weiteren Verbindung über die Bahnstrecke zwischen Trier und Saarbrücken, um das Nadelöhr an der Schillerbrücke in der Konzer Innenstadt zu entlasten, wird laut Weber voraussichtlich noch dieses Jahr fertig und veröffentlicht.

Die beiden ambitionierten Straßenbauprojekte sind aus Webers Sicht Voraussetzung für die Erweiterung der Wohngebiete Berendsborn und Roscheid. Erst wenn Lösungen für die Verkehrsprobleme da seien, könnten Neubaugebiete umgesetzt werden – in Roscheid möglicherweise innerhalb der nächsten fünf Jahre. Um eine Bahnbrücke oder einen Tunnel zu planen, würden vermutlich zehn Jahre benötigt, weil die Stadt vom Land abhängig sei, sagt Weber. Ein drittes wichtiges Verkehrsprojekt habe die Stadt mit dem Radfahrkonzept für Konz eingeleitet. Das Konzept soll bis zum Herbst vorliegen und dem Ausbau des Radwegnetzes in Konz dienen.

Bildungspolitik erwähnt Weber ebenfalls im Gespräch mit dem TV. Bei den Kitas sei Konz sehr gut aufgestellt, sagt er. Bei den Grundschulen müsse die Stadt nachziehen. Da stünden mehrere Ausbauprojekte und Sanierungen (St. Johann, St. Nikolaus, Oberemmel, Könen) an. Zum Teil seien sie schon eingeleitet worden. Ebenso bedeutend sei die Renovierung des Klosters Kar­thaus, für das er Fördermittel akquiriert habe, sagt Weber. Das Gebäude soll weiterhin als Kultur- und Bürgerzentrum sowie als Veranstaltungsort genutzt werden.

Bei zwei weiteren Themen ist die Stadt aus Webers Sicht von anderen abhängig: „Wir brauchen Investoren für sozialen Wohnungsbau und für ein Hotel.“ Die Wohnungen müssten altersgerecht sein, betont er. Zu beiden Themen führe er schon Gespräche, um Geldgeber für Konz zu gewinnen. Ein wichtiges Argument sei dabei die ausgezeichnete Lage von Konz zwischen Saar und Mosel sowie zwischen Trier und Luxemburg.

Joachim Weber (CDU) ist Stadtbürgermeister in Konz und will im Amt bleiben. Foto: TV/Christian Kremer
Joachim Weber (CDU) ist Stadtbürgermeister in Konz und will im Amt bleiben. Foto: TV/Christian Kremer
Logo_Kommunalwahl_2019 Foto: TV/Lambrecht, Jana

Politisches CDU-Mitglied ist Weber seit seinem 16. Lebensjahr. Von 1994 bis 2004 war er in Oberemmel Ortsvorsteher. Von 2008 bis Ende 2017 war er hauptamtlicher Beigeordneter der Verbandsgemeinde Konz. Nachdem sein Amtsvorgänger Karl-Heinz Frieden Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Gemeinde- und Städtebunds in Mainz werden wollte, zog es den langjährigen Stellvertreter auf den Chefsessel im Rathaus. Am 24. September 2017 wurde Weber, der auch Mitglied des Trier-Saarburger Kreistags ist, zum hauptamtlichen Bürgermeister der Verbandsgemeinde und zum ehrenamtlichen Stadtbürgermeister in Konz gewählt. Nun hofft er auf die Bestätigung im Amt.