Johannes Kaub ist Landesspitze in Latein

Johannes Kaub ist Landesspitze in Latein

HERMESKEIL. (urs) Schüler des Gymnasiums Hermeskeil haben beim jährlichen Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Fach Latein landesweite Erfolge erzielt. So kam Johannes Kaub aus Damflos auf Platz Eins in Rheinland-Pfalz, Hannah Holzmann aus Hilscheid belegt den elften Platz im Land.

Johannes Kaub kann seinen großen Erfolg kaum genießen. Der rheinland-pfälzische Landessieger in Latein muss in den Ferien eine Sportverletzung auskurieren. Der Gymnasiast habe "mit seiner Punktzahl die Konkurrenz geradezu deklassiert", befand die Wettbewerbsleitung. Laut Organisator Jochen Müller ist der zweitplatzierte Preisträger mit 85 Punkten "Lichtjahre entfernt" von Kaubs 95 Punkten. "Wir hatten in den vergangenen 15 Jahren kein vergleichbares Ergebnis mit einem derartigen Abstand", rückt Müller die Leistung des 15-Jährigen ins rechte Licht. Der Hochgelobte hat allerdings für seinen Lorbeerkranz derzeit wenig Verwendung. Nach einem Sportunfall am vorletzten Schultag ist er mit einer Knieverletzung ans Krankenbett gefesselt. Sein hervorragendes Abschneiden beim Wettbewerb hat den Schüler selbst überrascht. "Dieses Jahr fand ich's viel schwerer", zieht er einen Vergleich zum Vorjahr, als er den elften Platz belegte. Trotz seines offensichtlichen Sprachtalents hat sich Johannes Kaub bei der Wahl seiner künftigen Leistungsfächer nicht für Latein, sondern für Chemie, Mathe und Deutsch entschieden. Da sich für Latein nur wenige Mitschüler interessierten, orientiere er sich lieber an der Mehrheit. Ähnlich breit gefächert wie die schulischen Interessen von Johannes sind auch seine Hobbys. Das heißt, er spielt nicht nur Tennis, sondern übt sich gleichzeitig im Kickboxen. Außerdem sitzt er gern am Computer, zum Beispiel um Web-Seiten zu erstellen, und erwägt, sich als Gitarrist einer Band anzuschließen. Zusammen mit Kaub hat auch Hannah Holzmann einen Preis erreicht. Die Hilscheiderin belegte landesweit Rang elf. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb war der 16-Jährigen leicht gefallen. "Das war nicht so anstrengend", kommentiert sie die zusätzlichen Lerneinheiten einmal pro Woche. Und es habe ihr viel für den Unterricht gebracht. Abgesehen von Latein zählen zu ihren Lieblingsfächern Chemie und Englisch. Auch Biologie interessiert sie, weshalb sie sich gut vorstellen kann, später beruflich etwas mit Tieren zu tun zu haben. Eine tote Sprache ist Latein für Hannah Holzmann jedenfalls nicht: Sie sei als Schriftsprache sehr präsent.