Jubiläumsfest an den Wurzeln

SCHILLINGEN. (fab) Der Kreisjugendfeuerwehr-Verband Trier-Saarburg (KFJV) kehrte kurz an seine Wiege zurück: Vor 25 Jahren wurde er in Schillingen gegründet. Gemeinsam mit der Feuerwehr Schillingen wurde zum Jubiläum ein großer Geburtstagsempfang in der Schulsporthalle ausgerichtet. Zudem führten die Jugendfeuerwehren im Hochwaldort eine spannende Jubiläumsrallye durch.

Die eigentliche Pionierarbeit in puncto Nachwuchs leistete die Feuerwehr Kell am See. Der damalige Wehrführer Ferdinand Heib und der heutige Kreisfeuerwehrchef Kurt Waschbüsch gründeten bereits im Jahr 1973 die erste Jugendfeuerwehr im Landkreis Trier-Saarburg. Die Keller standen mit ihrem Nachwuchskonzept zwei Jahre allein auf weiter Flur, ehe in Beuren und Waldweiler ebenfalls Jugendfeuerwehren aus der Taufe gehoben werden. Im Schillinger Feuerwehr-Gerätehaus schlossen sich die Jugendfeuerwehren aus dem Hochwald, mit Nittel und Wiltingen zusammen und gründeten 1981 den Kreisjugendfeuerwehr-Verband Trier-Saarburg. Mittlerweile sind unter dem Dach des KJFV 74 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 1042 Mitgliedern organisiert. "Das ist eine Erfolgsstory für unseren Landkreis", sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Ortwin Neuschwander in seiner Festansprache vor den geladenen Gästen aus der Politik und den vielen Feuerwehrkameraden. Neuschwander dankte allen Feuerwehren für ihre vorbildliche Jugendarbeit, die die Zukunft der Feuerwehr bedeute."Feuerwehr macht riesig Spaß"

Der Nachwuchs stellte derweil sein Können auf einer Jubiläumsrallye rund um Schillingen unter Beweis. Der Schillinger Jugendwart Jörg Müller schickte 13 Jugendfeuerwehren auf den anspruchvollen Parcours mit sieben Stationen wie Erbsenklopfen, Wassertragen und Sackwerfen. "In der Feuerwehr zu sein macht riesigen Spaß", sagte der zehnjährige Lukas Hornetz, Schillingens jüngster Feuerwehrmann. An der Station Erbsenklopfen wurde die Schillinger Jugendfeuerwehr gleich richtig gefordert. Die Jugendlichen versuchten abwechselnd, innerhalb von drei Minuten 20 Erbsen, die aus einer Vorrichtung rausfielen, mit einem Gummihammer platt zu klopfen. "Die Wettkämpfe sind immer Klasse", sagte die 13-jährige Selina Pazen, die besonders auf ihre bestandene Prüfung, die "Jugendflamme", stolz ist. Voll des Lobes sind alle Jugendfeuerwehren über den tollen Parcours. "Toller Kurs, und wir haben viel vom Ort gesehen", schwärmt Lisa Krämer aus Mertesdorf. Bei der Jubiläumsveranstaltung fanden folgende Ehrungen statt: Mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz wurden ausgezeichnet: Katharina Hammes aus Mertesdorf, Markus Kruchten aus Waldrach und Gerhard Raul aus Waldweiler. Die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr erhielt Ralf Jacob aus Mertesdorf. Mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen am Bande wurden der Vorsitzende des Kreisfeuerwehr-Verbandes Kurt Waschbüsch aus Kell am See und Kreisjugendfeuerwehr-Wart Klaus Simon aus Mertesdorf geehrt.