Jugendfeuerwehr Tawern feiert am 14./15. September Jubiläum: 30 Jahre alt

Feuerwehr : Die Retter von morgen feiern in Tawern Geburtstag

Am kommenden Wochenende ist rund ums Feuerwehrgerätehaus in Tawern eine Menge los: Zwei Tage Jubiläumsfest für 30 Jahre Jugendwehr.

Das Gerücht, dass in Tawern eine Jugendwehr gegründet werden sollte, ging damals schon länger um. 1989, als es endlich soweit war, war der heutige Stellvertretende Wehrführer Gerd Stoffel 15 Jahre alt. Er erinnert sich noch gut: „Ich bin damals gefragt worden, ob ich beim Maibaumaufstellen helfen wolle.“ Er sah, wie in der Wehr starke Männer am Werk waren, hat sich die Kameraden und was die so machen angeschaut – und blieb.

Heute sind es elf Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren – darunter zwei Mädchen, die in Tawern die Retter der Zukunft sind. Sie laden das ganze Dorf für Samstag, 14. September, und Sonntag, 15. September, zum Jubiläum der Jugendwehr ein. Los geht’s rund um das Feuerwehrgerätehaus im Talbachring ab 15 Uhr mit einem großen Familientag für alle Bürger. Die Geräte werden gezeigt, die richtige Handhabung von Feuerlöschern erklärt und ganz allgemein über die Feuerwehr informiert. Ab 20 Uhr spielt die Live-Band First Men on Mars.

Am Sonntag ist um 13 Uhr Festbeginn. Elf junge Gastwehren aus der Verbandsgemeinde Konz kämpfen ab 14 Uhr auf zehn Stationen um Punkte. Grundlegende Fertigkeiten der Feuerwehrleute sind lange eingeübt worden. Das reicht vom richtigen Knoten bis zum Schnellangriff. Die Sieger werden um 16.30 Uhr geehrt.

„Rund die Hälfte unserer 24 Aktiven kommen aus der Jugendwehr“, rechnet Jugendwart Carsten Müller vor und unterstreicht damit die Bedeutung der Nachwuchsorganisation in der Wehr. „Wo es keine Jugendwehr gibt, herrschen massive Nachwuchsprobleme“, sagt der 25-Jährige, der seit 2005 Mitglied in der Tawerner Wehr ist. Er bestätigt: „Aus der Jugendwehr bringt man schon viel Erfahrung mit, wenn man zu den Aktiven wechselt.“

Zusätzlich eine Bambini-Wehr mit Mini-Rettern ab sechs Jahren zu gründen, sei jedoch nicht einfach. Es werden dafür Fachkräfte und mindestens ein Erzieher gebraucht. Gern gesehen sind aber auch Quereinsteiger, Menschen mit Fachwissen eines Berufs und mit Lebenserfahrung.

Tabea Lenzen ist zwölf Jahre alt. Seit sie zehn ist, ist sie in der Jugendwehr Tawern. Sie erinnert sich: „Wir waren damals mit der Grundschule hier und das hat mich so fasziniert, dass ich dabei geblieben bin.“ Marvin Jung ist genau so alt wie Tabea und ebenfalls seit zwei Jahren dabei. Er sagt: „Es macht Spaß, im Team zu arbeiten, und alle sind so locker drauf.“ Das sei wichtig für den Ernstfall.

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