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Jugendherberge Saarburg: Erweiterung möglich, keine Klage mehr

Justiz : Weg für die Erweiterung der Saarburger Jugendherberge endgültig frei

Alle juristisches Verfahren gegen die Erweiterung der Saarburger Jugendherberge sind abgeschlossen.

Die Nachbarin, die bereits in der Vergangenheit gegen das Projekt geklagt hat, hat aktuell noch eine Möglichkeit gehabt, gegen das Projekt vorzugehen. Sie hätte gegen die Ablehnung ihres Widerspruchs gegen die neue Baugenehmigung klagen können. Dies will sie aber nicht.

Ihre Rechtsanwältin Dr. Jessica Schröter erklärt auf TV-Nachfrage: „Seitens unserer Mandantin wird keine Klage erhoben. Unsere Mandantin hofft, dass sich die Prognosen im Hinblick auf Lärm und Verkehr trotz der bisher geltend gemachten Bedenken als zutreffend erweisen und sie durch das Vorhaben nicht unzumutbar belastet werden wird.“ Zudem gehe sie davon aus, dass im Hinblick auf die nachweislich fehlenden Stellplätze Abhilfe geschaffen werde, ohne dass es weiterer aufwändiger Rechtsbehelfsverfahren bedarf.

Baurecht für die JH-Erweiterung hat bereits seit März dieses Jahres bestanden. Zunächst war das Jugendherbergswerk jedoch zögerlich, weil bei der Baugenehmigung noch eine gewisse Rechtsunsicherheit bestand. Dann kam das Problem dazu, dass viele Baufirmen ausgelastet waren. Nun wolle man offensiv das Vorhaben vorantreiben, hieß es.

Die Kapazität der Jugendherberge Saarblick, die seit 2015 wegen ungenügendem Brandschutz geschlossen ist, soll von 102 auf 173 Betten erhöht werden. Ein Kongress-Saal für bis zu 170 Menschen, sechs Veranstaltungsräume und ein Restaurant mit Frontcooking-Küche sind geplant. Umbau und Erweiterung waren ursprünglich mit 6,35 Millionen Euro eingeplant. Die Verzögerung wird zu Mehrkosten führen.