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Jugendliche kümmern sich um gefährdete Ameisen

Umwelt- und Naturschutz : Jugendliche kümmern sich um gefährdete Ameisen

(red) Natur- und Umweltschutz im Wald sind ein wichtiges Anliegen der Waldjugend-Gruppe aus Greimerath. Derzeit kümmern sich die Jugendlichen um Waldameisen. Unterstützt werden sie dabei vom ehemaligen Förster Ralf Taubert.

„Durch die Borkenkäferinvasion der vergangenen zwei Jahre ist auch die Existenz der Waldameisen gefährdet“, erklärt Taubert.

Durch die zuletzt trockenen Sommer und die geringen Niederschläge habe sich der Schädling Borkenkäfer massiv vermehrt und vor allem viele Fichtenbäume befallen. Damit sei nicht nur das „vertraute Waldbild“ geschädigt worden. Die Fichten-Kahlschläge bewirken laut Taubert auch, dass vormals intakte Waldameisen-Biotope plötzlich wegfielen. Den so nützlichen Insekten werde dadurch eine wichtige Nahrungsgrundlage entzogen.

„Dabei sind sie für die Gesundhaltung des Waldes enorm wichtig. Ein starkes Ameisenvolk kann pro Tag etwa 100 000 Schadinsekten erbeuten, vor allem Borkenkäfer.“

Die Mitglieder der Waldjugend kümmern sich in ihrem Paten-Revier bei Greimerath schon seit längerer Zeit um die Waldameisen. Zu früheren Zeiten seien es 72 Völker gewesen, aktuell noch 46, die laut Taubert „teilweise sehr schwach aus dem Winter gekommen sind“. Gemeinsam mit den Jugendlichen hat der ehemalige Förster daher an den Ameisenhügeln Zucker und Ananasstücke als „Notfütterung“ ausgelegt. Die Insekten hätten dies dankbar angenommen, sagt er. Ihre Bauten seien bereits nach 14 Tagen um fast 20 Zentimeter gewachsen.

 Die Waldjugend Greimerath betreut etwa 46 Waldameisen-Völker. Weil die Insekten unter den Folgen der Borkenkäfer-Vemehrung der vergangenen Jahr ebenfalls leiden, werden sie von den Jugendlichen mit Zucker und Ananasstücken gefüttert.
Die Waldjugend Greimerath betreut etwa 46 Waldameisen-Völker. Weil die Insekten unter den Folgen der Borkenkäfer-Vemehrung der vergangenen Jahr ebenfalls leiden, werden sie von den Jugendlichen mit Zucker und Ananasstücken gefüttert. Foto: Ralf Taubert
 Die Waldjugend Greimerath betreut etwa 46 Waldameisen-Völker. Weil die Insekten unter den Folgen der Borkenkäfer-Vemehrung der vergangenen Jahr ebenfalls leiden, werden sie von den Jugendlichen mit Zucker und Ananasstücken gefüttert.
Die Waldjugend Greimerath betreut etwa 46 Waldameisen-Völker. Weil die Insekten unter den Folgen der Borkenkäfer-Vemehrung der vergangenen Jahr ebenfalls leiden, werden sie von den Jugendlichen mit Zucker und Ananasstücken gefüttert. Foto: Ralf Taubert

Die sogenannte Ameisenhege ist nur einer der Bereiche, in denen sich die Waldjugend Greimerath in und für die Natur engagiert. Die Mitglieder betreuen außerdem etwa 360 Nistkästen für Vögel. „Wir hoffen, damit einen Beitrag zu leisten, damit sich der klimagestresste Wald erholt“, sagt Taubert.