Jugendliche prüfen Läden auf Hindernisfreiheit

Oberemmel · Jugendliche der Malteser von Oberemmel haben bis zu 40 Geschäfte in der Region auf ihre Rollstuhltauglichkeit getestet. Die Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht, so dass Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ihren Einkauf von zu Hause aus besser planen können.

Leonie und Anna-Sophia testen Geschäfte in Trierer auf ihre Rollstuhltauglichkeit. Foto: privat

Oberemmel. "Ein bisschen so wie Martin, möcht' ich manchmal sein!", so heißt es in einem Kinderlied zu Ehren des Sankt Martin. Dies machten sich die Kinder und Jugendlichen der Malteser Jugend Oberemmel zum Motto und starteten zum Fest des Heiligen eine Aktion für Rollstuhlfahrer in der Region Trier.

In einer sogenannten Mapping-Aktion testeten die Jugendlichen bis zu 40 Geschäfte in der Region auf ihre Rollstuhltauglichkeit. Damit unterstützen sie die vom gemeinnützigen Verein Sozialhelden ins Leben gerufene Aktion Wheelmap und erleichtern vielen Rollstuhlfahrern die Planung ihres Alltages. "Stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen in einem Rollstuhl und jede Stufe und jede Neigung wird zu Ihrem Hindernis. Da kann der alltägliche Einkauf ein ziemliches Problem werden", schildert Judith Adams, Jugendsprecherin der Malteser in Konz.

Bereits zu Hause können die Rollstuhlfahrer ihren Einkauf mit Hilfe der Homepage www.wheelmap.org planen. Dort werden die getesteten Geschäfte eingetragen und mit einem Ampelsystem bezüglich ihrer Rollstuhltauglichkeit kategorisiert. Die Karte wird von mobilitätseingeschränkten Menschen wie Rollstuhlfahrern, Eltern mit Kinderwagen oder älteren Menschen mit Rollatoren genutzt. Nach der Auswertung der Ergebnisse werden sie in die Wheelmap eingetragen. Judith Adams: "Uns ging es aber auch darum, dass unsere Jugendlichen lernen, wie schwierig der Alltag sein kann, wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen ist." Vor der Aktion übten die Jugendlichen den Umgang mit dem Rollstuhl. Mit diesem Projekt zum Martinstag möchten die jungen Malteser zeigen, wie einfach es ist "ein bisschen so wie Martin" zu sein. red