Jung und erfolgreich

GRIMBURG. (fab) Der drittbeste Nachwuchs-Straßenbauer Deutschlands hat gut lachen. Der 19-jährige Volker Reis aus Grimburg belegte bei den Deutschen Meisterschaften der Bauberufe in Krefeld den dritten Platz im Fach "Straßenbau".

Seine Zukunft liegt auf der Straße. Volker Reis strahlt auf der Baustelle im saarländischen Wadrill über das ganze Gesicht. Er ist in seinem Element, bringt sich ein in ein funktionierendes Team und ist stets für einen lockeren Spruch gut. Der junge Straßenbauer ist zwischen Teer und Bordstein zu Hause, er will nur gute Arbeit abliefern. "Dafür bin ich schließlich da", sagt Reis. "Er ist eher ein ruhiger Vertreter", charakterisiert ihn sein Chef Ulrich Breit. Vor gut drei Jahren trat der Grimburger seine Lehre als Straßenbauer bei der Bauunternehmung Nikolaus Breit in Hermeskeil an. Dabeisein war alles

Als krönenden Abschluss legte Reis eine sehr gute Gesellenprüfung ab. "Er war der Beste seines Jahrgangs", sagt Ulrich Breit respektvoll. Die Handwerkskammer Trier meldete Reis zum Rheinland-Pfalz- Entscheid in Koblenz an. "Ich wollte einfach nur teilnehmen", schildert Reis. Er lieferte das beste Ergebnis aller vier Teilnehmer und wurde Landesmeister des Straßenbauer- Nachwuchses. "Das haben wir zuerst einmal gefeiert", sagt der 19-jährige. Mit dem Titel in der Tasche ging er dann auch bei den Deutschen Meisterschaften der Bauberufe in Krefeld an den Start. "Ich wollte auch unbedingt dahin", so Reis. Als Prüfungsaufgabe musste er einen Gehweg mit Eckausrundung anlegen. "Man musste besonders auf die Maße und auf das Gefälle achten", zählt er die Schwierigkeiten der Prüfung auf, dessen Zeitvorgabe für ihn ausreichend war. Insgesamt 13 Teilnehmer aus den verschiedenen Bundesländern stellten sich der Herausforderung. Nach eingehender Prüfung der Jury belegte Volker Reis mit nur 0,3 Punkten Differenz zum Zweitbesten einen hervorragenden dritten Platz. "Dabeisein ist doch alles", kommentiert er bescheiden seine außerordentliche Leistung. Danach stand sein Handy dann nicht mehr still. "Meine Freunde wussten ja davon und wollten auch wissen, was abging", sagt Reis. "Da war selbstverständlich eine Feier angesagt." Durch die vielen positiven Erfahrungen habe er einen Schub für die Zukunft bekommen. "Ich möchte mich früher oder später im Beruf weiterbilden." Neben seinem Job als Straßenbauer steht er in seiner Freizeit als Fußballer bei der SG Gusenburg/Grimburg in der Abwehr "und rührt Beton an". Ob er wieder gemeinsam mit seinen Freunden Mike Malburg und Matthias Marmitt als "Trio Infartale" beim Karneval der "Sauschder Burgbohzen" in die Bütt steigt, lässt er im Moment noch offen. Dort staubten sie als Neueinsteiger den "Blutwurstorden" für besondere Verdienste ab. Für Reis war das der Start in ein Jahr, das er mit einer herausragenden beruflichen Leistung beendete. Alles weitere lässt nun er locker auf sich zu-kommen und zitiert "den Fußball-Kaiser": "Schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Ich bin noch jung genug."