Jungbläser-Elite gibt Konzert

Nur einmal im Jahr trifft sich das Jugendblasorchester der Kreismusikschule Trier-Saarburg, um in kürzester Zeit Stücke mit hohem Anspruch einzustudieren. In der Hochwaldhalle Hermeskeil wurde das Ergebnis dieses harten Trainings in einem Konzert präsentiert.

Hermeskeil. Seit 1981 trifft sich das Jugendorchester der Kreismusikschule Trier-Saarburg einmal im Jahr, um konzentriert eine Woche lang ein komplettes Konzertprogramm einzustudieren. Rund 500 junge Musiker durchliefen seitdem diese harte Schule.
Der aktuelle Klangkörper, in den der Kreis in jedem Jahr gut 7000 Euro investiert, musste diesmal rund ein Drittel neue Musiker verkraften. "Die Jugendlichen mussten sich noch spontaner aufeinander einstellen", erklärt Dirigent Gerhard Piroth. Zehn bis zwölf Stunden sei im saarländischen Homburg pro Tag geübt worden.
Ausschließlich Stücke der Oberstufe hatte Piroth für das Konzert der 48 Jungmusiker im Alter von 13 bis 18 Jahren ausgesucht. Vier bis fünf Jahre Arbeit mit dem Instrument und eine etwas höhere Begabung als der Durchschnitt seien dafür nötig, so der Orchesterleiter, der außerdem noch die Stadtkapelle Hermeskeil und deren Jugendorchester betreut.
Der Leiter der Kreismusikschule, Hans-Dieter Höllen, sieht den Sinn dieses Orchesters gerade in der Herausforderung der Begabten: "Das Ergebnis ist ein ausgewogener Klang und eine gute Intonation." Gerade mit kleinen Soli in verschiedenen Stücken können sich Einzelne noch besser präsentieren.
Stolze Zuhörer


Neu im Jugendblasorchester ist Anna Neyses aus Fell. Die 15-Jährige spielt seit fünf Jahren Klarinette und erklärt: "Am Anfang war es schwer, aber man muss halt viel üben." Seit drei Jahren ist Fabian Geibel aus Damflos dabei. Der 17-jährige Schlagzeuger liebt das Proben in kurzer Zeit, denn: "Man lernt, sich auf Leute einzustellen, mit denen man nicht immer spielt."
Symphonische Klänge standen auf dem Programm, aber auch ein flotter Charleston und als Zugabe "Funk Attack", bei dem die Instrumentengruppen einzeln aufstanden - ein kleiner Showeffekt.
Unter den rund 200 Zuhörern saßen natürlich viele Familienangehörige, die immer stolz sind, wenn der Sohn, die Tochter oder ein Enkel Musik spielt. Der 76-jährige Hermann-Josef Jakobs aus Gusenburg macht jedoch selbst seit über 40 Jahren Musik auf der Posaune. Er urteilte am Schluss: "Da geht einem als alter Musiker das Herz auf, wenn man die Jugend mit solch einer Leistung hört." So was gehe nur mit viel Übung.