Junge Kicker kämpfen um den Sieg

Junge Kicker kämpfen um den Sieg

Die Veranstaltung, das Engagement und die Konstanz über zwei Jahrzehnte hinweg suchen ihresgleichen in der Region. Die 20. Auflage des internationalen HSV-Jugendcups an den Wochenenden vom 16./17. Januar und am 23./24. Januar in der Hermeskeiler Hochwaldhalle steht auch für ungewöhnliches ehrenamtliches Engagement vieler Männer und Frauen. Fast 100 Mannschaften aus drei Nationen nehmen teil.

Hermeskeil. Ein paar Fußballfreunde mit Ideen, Weitsicht und dem Mut, etwas Neues anzupacken, waren 1995 die Geburtshelfer des ersten Jugendturniers im Jahr 1996. "Wegen einer Termin-Doppelbelegung in der Hochwaldhalle mussten wir beim ersten Mal nach Malborn ausweichen. Das war natürlich sehr viel kleiner", erinnert sich Rainer Gorges. Der heutige Vereinsvorsitzende war damals mit Jugendleiter Norbert Weber einer der Gründer der Traditionsveranstaltung.
Der Erfolg hatte viele Väter. Heinz Biwer als Jugendleiter und Vorstandsmitglied, Günter Weber, der viele Jahre Turnierleiter war und Schiedsrichter ausgesucht hat, oder Torsten Bialas, der sich als profunder Hallensprecher immer akribisch auf alle Spiele vorbereitet hat. "Es ist unmöglich, alle die zu nennen, die den HSV-Jugendcup über 20 Jahre am Leben erhalten haben. Das ist einmalig über zwei Jahrzehnte hinweg", sagt Gorges heute.
Inzwischen ist sein Sohn Christian als Organisator des größten Hallen-Jugendturniers im Fußballverband Rheinland in seine Fußstapfen getreten. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren um den Fortbestand der renommierten Veranstaltung gebangt werden musste, auch weil es an der notwendigen Unterstützung gefehlt hatte, "können wir in diesem Jahr im altgewohnten großen Rahmen an vier Tagen Spiele von den Bambini bis zur B-Jugend sehen", verkündet Christian Gorges stolz.
Er steht damit in der Tradition der ehrenamtlichen Helfer des Vereins und des damals gegründeten Fördervereins Fußballsport Hermeskeil, die zu diesem jährlich wiederkehrenden Topereignis beigetragen haben. Mannschaften aus Frankreich, Belgien, Luxemburg, namhafte Vereine wie der 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Trier, der 1. FC Saarbrücken gehören genauso dazu wie alle Vereine aus der Verbandsgemeinde Hermeskeil. Die Entwicklung habe gezeigt, "dass dieser Weg richtig war. Auch weil im Verlauf der Jahre viele Vereine nur noch als Spielgemeinschaften überleben konnten und bei diesem Turnier eine Basis für ihren Nachwuchs fanden".Extra

Anzahl der Nationen: In zwanzig Jahren nahmen Vereine aus Frankreich, Luxemburg, Belgien und aus Deutschland teil. Anzahl der Mannschaften: In den beiden Jahrzehnten haben etwa 1800 Mannschaften (oft als erste oder zweite Mannschaft in ihren Altersklassen) an dem viertägigen Turnier teilgenommen. Anzahl der Spiele: Mit Gruppenspielen, Halbfinal- und Finalspielen wurden in dieser Zeit fast 4000 Spiele ausgetragen. Das bedeutet bei einer Spieldauer von zehn Minuten etwa 40 000 Minuten, fast 700 Stunden oder rund 290 Tage rund um die Uhr, an denen in 20 Jahren in der Hochwaldhalle Jugendfußball geboten wurde. Anzahl der Helfer: Pro Jahr werden, auch durch etliche Rahmen-Attraktionen im Vorraum der Halle und durch die Bewirtung, an allen vier Tagen etwa 100 Helfer benötigt. Viele von ihnen sind seit Jahren dabei. Insgesamt kommt man dabei auf eine Helferschar von 2000 Personen. Anzahl der Schiedsrichter: In jedem Jahr sind etwa zehn Schiedsrichter an vier Tagen im Einsatz. Das bedeutet über zwei Jahrzehnte hinweg 200 Schiedsrichter, die sich in den Dienst des Fußball-Nachwuchses stellten. Zuschauer: Viele Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde der jungen Kicker nehmen alle Jahre wieder auf den Tribünen der Hochwaldhalle Platz. Bei einem angenommenen Besucherschnitt von 200 Zuschauern pro Tag kommt man über 20 Jahre auf etwa 16 000 Zuschauer. jüb