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Junge Migranten lernen an der BBS Saarburg: „Die Schüler sind alle hochmotiviert“

Junge Migranten lernen an der BBS Saarburg: „Die Schüler sind alle hochmotiviert“

Sie kommen aus Eritrea und Syrien und sind zwischen 18 und 25 Jahre alt: die 17 Schüler der Migrationsklasse an der Berufsbildenden Schule (BBS) in Saarburg. Die Klasse gehört zu einem Pilotprojekt des Landes, das derzeit an drei Schulen in Rheinland-Pfalz läuft. In der Region Trier nimmt auch die BBS Trier daran teil.

Landrat Günter Schartz sagte bei einem Pressetermin, bei dem die Klasse vorgestellt wurde: "Das Problem ist, dass wir Jugendliche über 18 Jahren nicht beschulen dürfen. Da haben wir gesagt: Das kann so nicht bleiben. Deshalb haben wir für dieses Jahr 600.000 Euro in den Haushalt eingestellt."

Ein Jahr lang lernen die Jugendlichen an der Geschwister-Scholl-Schule in erster Linie Deutsch. Einen Tag pro Woche erhalten sie aber auch Berufsschulunterricht. Dann folgt ein dreimonatiges Praktikum und nochmals 100 Stunden in Deutsch bis zur Prüfung.

Ziel ist es, die Jugendlichen auf eine duale Ausbildung vorzubereiten. Dafür sind viele Partner mit im Boot wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, die Wirtschaftskammern, das Jobcenter, der Jugendmigrationsdienst und die Akademie Christliche Erwachsenenbildung Merzig. Schulleiter Jürgen Scholz lobt die Schüler: "Sie sind alle hochmotiviert und haben Ziele."

Der 20-jährige Moustafa aus Syrien sagt: "Das Haus meiner Familie in Aleppo war kaputt. Ich bin seit einem Jahr in Deutschland. Ich möchte Krankenpfleger werden." Ibrahim aus Eritrea meint: "In Eritrea habe ich schon als Frieseur gearbeitet. Das möchte ich hier auch machen."