K 134 zwischen Konz und Trier gesperrt im Juli 2019 Bahnunterführung Ende Oktober 2019 fertig?

Umleitung : Strecke zwischen Trier und Konz erneut dicht

Der letzte noch nicht sanierte Teil der K 134 zwischen Karthaus und der B 51 wird erneuert. Deshalb wird die Straße ab heute, Montag, drei Wochen lang voll gesperrt. Außerdem zeichnet sich ein Ende an einer Dauerbaustelle der Bahn in der Nähe ab.

Mal wieder die Kreisstraße 134: Der Landesbetrieb Mobilität nutzt diesmal, wie angekündigt (der TV berichtete), die Sommerferien, um das letzte Teilstück der neben der B 51 zweitwichtigsten Verbindung zwischen Konz und Trier zu sanieren. Mehr als 10 000 Autofahrer, die die Strecke normalerweise täglich nutzen, müssen sich deshalb ab Montag, 8. Juli, auf eine Vollsperrung einstellen. Bis Freitag, 26. Juli, ist auf der K 134 zischen der Bahnbrücke in Karthaus und der B 51 kein Durchkommen mehr. Um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten, habe man die Arbeiten in die Sommerferien gelegt, heißt es beim LBM. Den Autofahrern wird in diesem Zeitraum eine Umleitung über die Schillerstraße und -brücke durch die Konzer Innenstadt sowie zum Möbel-Martin-Kreisel auf die B 51 empfohlen (siehe Grafik). Die Brücke nach Karthaus bleibt zwar auch frei, aber das Wohngebiet soll laut Aussage der Konzer Verwaltung weitestgehend von zusätzlichem Verkehr freigehalten werden.

Ein Bauunternehmen erneuert während der Sperrung im Auftrag des LBM die Deckschicht auf einer Länge von etwa 800 Metern. Das kostet rund 140 000 Euro, die größtenteils vom Kreis Trier-Saaburg gezahlt werden. Mit den Arbeiten wird auch das letzte Teilstück der K 134 zwischen dem Rewe-Kreisel und der B 51 saniert. Der LBM schließt so ein mehrjähriges Projekt ab. Denn zwischen 2015 und Mitte 2018 ist die K 134 abschnittsweise zwischen dem Rewe-Kreisel und der Kar­thäuser Bahnbrücke saniert worden. Zum Teil waren längere Sperrungs- und Umleitungsphasen notwendig (der TV berichtete mehrfach).

Während die Arbeiten an der Straße trotz teils langwieriger Tiefbauarbeiten plangemäß abgeschlossen werden konnten, kommt ein Großkonzern an anderer Stelle auf der K 134 immer noch nicht so richtig voran. Die Deutsche Bahn möchte dort eine Fußgängerunterführung sanieren und hat deswegen eine Fahrbahnverengung eingerichtet, die mit einem Tempolimit von 20 Kilometern pro Stunde verbunden ist.

So richtig voran kommt das Projekt aber nicht. Eigentlich sollte der Tunnel schon im Sommer 2018 fertig werden. Daraus wurde nichts.  Im Gegenteil: Die Arbeiten standen monatelang still. Der hauptamtliche Beigeordnete der VG Konz, Guido Wacht, erklärte im Mai, dass diese Farce hoffentlich Ende Juni ein Ende habe. Daraus wurde jedoch nichts: Die Genehmigung für die Fahrbahnverengung wurde erneut verlängert, zum vierten Mal. Die neue Frist läuft laut Michael Naunheim, Pressesprecher der Verbandsgemeindeverwaltung in Konz, bis zum 31. Oktober: „Wir hoffen, dass das Ding bis dahin endlich fertig wird“, sagt er und merkt an: „Die Kommunikation mit der Bahn ist deutlich besser geworden.“

Tatsächlich gibt die Bahn – anders als noch im Mai (der TV berichtete) – auf TV-Anfrage ausführlich Auskunft über den Fortgang: Wegen einer Vielzahl zusätzlicher Kabel und nicht richtig verorteter Entwässerungsleitungen habe die Bahn die vorliegende Entwässerungsplanung nochmals abgeändert und umgeplant. Dies habe entsprechend genehmigt werden müssen. Die erneute Verzögerung erklärt die Bahn mit „Komplikationen im Bereich der noch herzustellenden Treppenanlage“. Eine Unternehmenssprecherin sagt: „Die vorhandenen – mittlerweile historischen – Planunterlagen waren für eine nach heutigen Maßstäben notwendige Ausführungsplanung nicht geeignet und wurden für die Restarbeiten neu aufgesetzt.“ Für die Bahn sei das unvorhersehbar  gewesen. So sei es „leider zu weitgreifenden Verzögerungen“ gekommen, erklärt die Sprecherin. Ferner müsse die Bahn eine Reihe Regularien beachten, die eine Beschleunigung nur bedingt zuließen.

Die Fahrbahn der Kreisstraße 134 in Konz ist seit Monaten verengt, weil die Bahn mit der Sanierung einer Fußgängerunterführung nicht vorankommt. Foto: TV/Christian Kremer

Die Bahnsprecherin macht den Konzern auch Hoffnung: „Aktuell hat die Baufirma die Arbeiten in Konz wieder aufgenommen und zugesagt, diese konsequent zu Ende zu führen.“ Die Firma werde schnellstmöglich mehrere noch anstehende Arbeiten parallel ausführen. „Anschließend kann die Treppenanlage installiert und die Verkehrseinschränkung auf der anliegenden Straße aufgehoben werden.“ Die Firma habe versprochen, die Arbeiten bis Ende Oktober abzuschließen.

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