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Kälte lässt Arbeiten am Naurather Bürgerhaus ruhen

Kälte lässt Arbeiten am Naurather Bürgerhaus ruhen

Drei Monate vor der offiziellen Einweihung des sanierten und erweiterten Naurather Bürgerhauses liegen die Arbeiten trotz Witterungsproblemen im Zeitplan. Eine halbe Million Euro investiert die Gemeinde in die Modernisierung der ehemaligen Dorfschule.

Naurath/Wald. Hoffnungen, die Handwerker könnten schon Ende 2011 aus dem Naurather Bürgerhaus abgezogen sein, haben sich zwar nicht erfüllt. Dennoch gehen die Arbeiten planmäßig voran, wie sich bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates zeigte. "Wir liegen eigentlich gut im Zeitrahmen", bilanzierte Architekt Christoph Eiden von der Planungsgemeinschaft Eiden-Architektur und IBW Ingenieurbüro (Wahlen).
Witterungsbedingte Verzögerungen ließen aufgebaute Puffer zwar dahinschmelzen.
Dennoch ist er zuversichtlich: "Bis Mitte März werden wir fertig sein."
Der für Anfang Mai geplanten Einweihung dürfte daher nichts im Wege stehen. Ebenso wenig wie den ersten Feiern in der ursprünglichen Dorfschule - das Bürgerhaus ist ab Mitte April vermietet. Ortsbürgermeister Werner Weber drängt auf Einhaltung der Ziellinie Mitte März. Bis dahin müssten sämtliche Handwerker fertig sein.
Kummer bereitet derzeit lediglich die Feuchtigkeit im Gebäude. Denn mit den Feinarbeiten kann es erst weiter gehen, wenn die regelmäßigen Messungen das erlauben. Bei dem aktuellen Wert von 2,9 Prozent Feuchtigkeit kann laut Eiden beispielsweise keinesfalls der PVC-Boden verlegt werden.
Nach zweiwöchigem Heizen und Lüften wird das aber schon anders aussehen. Dann sind auch restliche Arbeiten an der Decke des Anbaus möglich und die Türen können eingebaut werden.
Anfang März sollen die Anstreicher loslegen können. Außerdem wird der in der Sitzung einstimmig beauftragte Metallbauer noch verschiedene Geländer anbringen.
Da im April 2011 mit den Arbeiten begonnen wurde, würde die Bauzeit letztlich elf Monate betragen haben. Für eine solche Altbausanierung sei das eine gute Zeit, versichert Eiden. Zumal auch die aktuelle Hochkonjunktur bei Handwerksbetrieben habe berücksichtigt werden müssen.
Extra

Wie mehrfach berichtet investiert die Ortsgemeinde Naurath rund eine halbe Million Euro in Umbau, Erweiterung und energetische Sanierung des Bürgerhauses. Die ehemalige Dorfschule in der Denkmalzone des 230-Einwohner-Ortes hat unter anderem einen giebelseitigen Anbau, ein neues Dach und neue Toiletten erhalten. Der neue ebenerdige Saal, behindergerecht von der hinteren Gebäudeseite aus zugänglich, ist zudem etwa ein Drittel größer als der bisherige im Obergeschoss. Dort ist nun ein kleiner Trakt der freiwilligen Feuerwehr vorbehalten, deren Gerätehaus gleich nebenan ist. Im Sitzungsraum der Wehr hat während der Bauphase der Gemeinderat getagt. Die Planungen für das vom Land mit etwa 50 Prozent der Kosten unterstützte Projekt waren bereits vor gut drei Jahren angelaufen. Ab April 2011 ging es an die Realisierung. Im ersten Schritt waren Bürger am Zuge. Sie räumten das Gebäude und entkernten den Altbau in Eigenleistung. Anschließend kamen die verschiedensten Handwerker zum Einsatz: Dachdecker, Heizungsbauer, Sanitärinstallateure, Elektriker, Verputzer, Schreiner und Fliesenleger. Demnächst sind Maler, Bodenleger und Schlosser an der Reihe. urs