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Kaiser kehrt nach 500 Jahren zurück

Kaiser kehrt nach 500 Jahren zurück

Anno 1512 bekam die Burg Grimburg allerhöchsten Besuch. Kaiser Maximilian I. übernachtete dort mit seinem Gefolge. An dieses historische Geschehen erinnert der Förderverein Burg Grimburg 500 Jahre später mit einem großen Fest. Die Ruine ist am Sonntag, 19. August, Schauplatz eines bunten mittelalterlichen Treibens.

Grimburg. Er zählt in der langen Reihe der Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zu den bekanntesten Herrschergestalten. Maximilian I. lebte von 1459 bis 1518. In der Geschichtsforschung wird der Habsburger häufig als "letzter Ritter" bezeichnet.
Vor genau 500 Jahren weilte Maximilian I. im Raum Trier, weil er dort einen Reichstag abhielt.
Während dieses Aufenthalts unternahm Maximilian I. mit seinem Gefolge auch kleinere Reisen ins Umland, die ihn unter anderem in den Hochwald führten. Historisch gesichert ist, dass der Kaiser am 30. März 1512 auf der Burg Grimburg - der Landesburg der Trierer Erzbischöfe - übernachtete. In heimatkundlichen Werken ist vielfach davon die Rede, dass der Kaiser eine Beratungspause des Reichstags zum Jagdausflug in der Region genutzt habe. Diese gängige Auffassung ist aber nicht unumstritten. Der Keller Historiker Dittmar Lauer geht davon aus, dass Maximilian I. auf der Grimburg übernachtete, weil der Kaiser das Grab des Heiligen Wendalinus in St. Wendel besuchen wollte.
Wie auch immer: An den Besuch Maximilians will der Förderverein Burg Grimburg 500 Jahre später mit einem großen Fest erinnern. Das Programm am Sonntag, 19. August, beginnt um 11 Uhr mit einer Messe in der Burgkapelle. Gegen 12.30 Uhr soll dann der große Moment folgen: Ganz wie einst im Mittelalter zieht Kaiser Maximilian I. hoch zu Ross und begleitet vom Jagdgefolge auf der Grimburg ein. Ab 13 Uhr gibt es ein Festbankett für das "gemeine Volk". Der Förderverein bietet für 8,50 Euro ein Mittagessen mit einem Glas Wein an.
Ab 14 Uhr startet das Unterhaltungsprogramm mit Dudelsackspieler, der Flugschau eines Falkners, den Jagdhornbläsern aus Grimburg und der Gruppe Pipes \'n\' Strings, die Mittelaltermusik machen. Auf der Grimburg können die Besucher zudem eine mittelalterliche Apotheke besichtigen. Bruder Nichtsnutzius hat sich mit seinem Veldenzer Aufgebot angekündigt. Es wird eine Rüstungs- und Waffenschau gezeigt. Auch Kinder kommen auf ihre Kosten. Sie können beispielsweise Schilder und Schwerter anfertigen. Der Eintritt zum Maximilansfest ist frei. ax