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Kaiser Wilhelm und der stärkste Mann von Beurig

Kaiser Wilhelm und der stärkste Mann von Beurig

"Feiern wie zu Kaisers Zeiten", lautete das Motto der Beuriger Kirmes in diesem Jahr. Eingeladen hatten der Musikverein und die Freiwillige Feuerwehr. Hunderte feierten drei Tage lang auf dem Festplatz am Feuerwehrgerätehaus.

Saarburg-Beurig. (hpü) Er galt einst als der "stärkste Mann der Welt", und in Trier ist eine Straße nach ihm benannt: Paul Trappen. Zwei Ochsen soll er einmal emporgestemmt haben. Das war im Jahr 1928. Was aber hat "Trappens Paul" mit der Beuriger Kirmes zu tun? Die Antwort: Der muskulöse Trierer lieferte den Kirmes-Organisatoren, dem Musikverein und der Beuriger Feuerwehr, die Vorlage für den Wettbewerb um den Titel "Stärkster Mann von Beurig". 117 Bewegungen mit der 40-Kilo-Hantel

Ob der Beuriger Jörg Geisbüsch und der aus dem Stadtteil Niederleuken stammende Klaus Storchmaier jemals die Ehre haben werden, ihre Namen auf einem Saarburger Straßenschild lesen zu können, ist ungewiss. Als die "stärksten Männer von Beurig" in die Kirmes-Geschichte einzugehen, ist aber auch nicht schlecht. Jeweils 17-mal hatten die beiden Saarburger zuvor eine 40-Kilo-Hantel gestemmt. Das Kräftemessen, an dem sich jeder Kirmes-Besucher beteiligen konnte, war einer der Höhepunkte der traditionellen Beuriger Kirmes. Nur Kaiserschmarren gab es nicht

"Feiern wie zu Kaisers Zeiten", lautete das Motto in diesem Jahr. Das bedeutete: Alles, was irgendwie in die Zeit Kaiser Wilhelms II. passte, war im Festzelt beim Feuerwehrgerätehaus zu finden - von zeitgemäßer Kleidung bei dem einen oder anderen Gast bis hin zu kulinarischen Genüssen, darunter "Preußen-Steaks" und Schweinebraten "Kaiser Wilhelm". "Schade, dass es keinen Kaiserschmarren gibt", kommentierte einer der Festgäste augenzwinkernd. Dafür gab es viel Musik, unter anderem von den Musikvereinen Bollendorf, Serrig, Saarburg, Irsch, Beurig und Kirf, sowie von den "Original Wunderländern", Richard Bauer, der Feuerwehr-Band "Beeriger Hüpfer" und der Tanz-Formation "Two for You".Bernd Laurenz, Chef der Feuerwehr Beurig, zeigte sich am Ende "sehr zufrieden" - vor allem über den wie gewohnt großen Besucheransturm. Mehrere Hundert Gäste tummelten sich an den insgesamt drei Kirmestagen im Festzelt.