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Kampf gegen Chaos-Parker in Temmels

Kampf gegen Chaos-Parker in Temmels

Der Ortsgemeinderat legt die Zahl der Stellplätze pro Haus und Wohnung in einer neuen Satzung fest.

Temmels In Temmels - wie in vielen anderen Dörfern auch - nutzen immer mehr Autobesitzer den öffentlichen Straßenraum als privaten Stellplatz für ihr Fahrzeug. Die Folgen: Der Dorfplatz in Temmels sieht oft aus wie ein Mitfahrerparkplatz an der Wellener Brücke oder bei Möbel Martin. Und in den Straßen stehen die Autos dicht an dicht, so dass zum Beispiel die Müllabfuhr kaum noch durch die engen Gassen kommt.
Der Ortsgemeinderat in Temmels handelt jetzt und verabschiedet eine neue Stellplatzsatzung. Dabei wird festgelegt, dass ab sofort bei jedem zukünftigen und genehmigungspflichtigen Wohnungsbau, egal ob Neu- oder Umbau, ausreichend Stellplätze für private Autos vorhanden sein müssen. Konkret bedeutet das, dass jedes frei stehende Einfamilienhaus, jedes Reihenhaus und jede Doppelhaushälfte mindestens zwei Stellplätze haben müssen. Ist eine Einliegerwohnung vorhanden, muss dafür zusätzlicher Stellplatz ausgewiesen sein. Die Anzahl der Stellplätze für die Einliegerwohnung richtet sich nach deren Größe und ist identisch mit den Vorgaben, die auch für Mehrfamilienhäuser gelten. Da heißt es: Bis 55 Quadratmeter Wohnfläche ein Stellplatz, bis 100 Quadratmeter 1,5 Stellplätze, und über 100 Quadratmeter zwei Stellplätze.
Der Ortsgemeinderat aktualisierte auch die Satzung für die wiederkehrenden Beiträge, mittels derer die Straßenbaukosten auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden können. "Ganz Temmels ist jetzt zu einer Abrechnungseinheit zusammengefasst", erläutert Ortsbürgermeister Herbert Schneider. In diesem Zusammenhang wurden auch einige Wege und Straßen neu gewidmet und sind jetzt als Gemeindestraßen ausgewiesen. Dies sei auch notwendig geworden, um zukünftig Rechtssicherheit zu haben, so Schneider. In Bezug auf den gemeindeeigenen Forst berichteten Forstamtsleiter Helmut Lieser und Revierförster Benedikt Gödert, dass Temmels einen ökologisch sehr wertvollen Wald mit einem Laubbaumbestand von 95 Prozent habe. Dieser Wald eigne sich nicht für ein profitorientiertes Wirtschaften.
Außerdem seien die Böden für schnell wachsende Nadelbäume, mit denen man kurzfristig eventuell höhere Einnahmen erzielen kann, nicht geeignet. Die Ortsgemeinde hat daher einen ausgeglichenen Forstwirtschaftsplan. Die ökologisch wertvollen Waldflächen können aber als Ausgleichsflächen für anstehende Bauvorhaben herangezogen werden. "Das kann uns im Einzelfall noch sehr helfen", bewertet der Ortsbürgermeister die Situation.
Extra: RAT IN KÜRZE


Der Spielplatz "Zur Fels" kann ab Frühjahr 2018 saniert werden. Das benötigte Geld steht bereit. Unter anderem in der Moselstraße soll die Beschilderung verbessert werden. Neue Schilder werden für 15 Euro pro Stück bestellt.