Kanoniere, gebt Feuer!

Lautstark haben die Hermeskeiler Stadtsoldaten mit ihrer Kanone die Stadtwoche angekündigt. Noch bis zum 17. Juli ist auf dem Neuen Markt jeden Tag Volksfest. Neben den Fahrgeschäften gibt es ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Der Sonntag ist verkaufsoffen.

Hermeskeil. Die Stadtsoldaten hören auf seinen Befehl. "Kanoniere, gebt Feuer", rief Kommandant Josef Malburg - und dreimal krachte es mächtig. Vor dem Rathaus, auf halber Strecke im Marsch zum Festplatz und zwischen den Karussells gaben die historisch Uniformierten jeweils einen Böllerschuss ab. Spätestens jetzt wusste jeder: Die Hermeskeiler Stadtwoche hat wieder begonnen.
Die 600 Sitzplätze im Festzelt waren schlagartig belegt. So viele gingen beim Aufmarsch mit. Die Stadtkapelle spielte dazu unter der bewährten Leitung von Gerhard Piroth zackige Musik.
In seiner Willkommensrede dankte Stadtoberhaupt Udo Moser dem fleißigen Arbeitskreis für die monatelange Vorbereitungsarbeit sowie allen Sponsoren und den Schaustellern, die sich den Festplatz neu aufgeteilt haben: "Ohne Ehrenamt ist solch ein Fest nicht möglich."
Kreistagsmitglied Helmut Reis überbrachte die Grüße von Landrat Günther Schartz: "Ein solches Volksfest ist eine Identifikation mit der Heimat und hat eine enorme Außenwirkung auf Gäste von außerhalb."
Ein erstes besonderes Erlebnis war der Fassanstich, bei dem sich Stadtbürgermeister Udo Moser wohl bei den Druckverhältnissen verschätzt hatte, die in einem vollen Bierfass herrschen. Der Gerstensaft aus der Eifel spritzte bis vor die Bühne, bis der Zapfhahn endlich sicher saß und die Stadtkapelle nach dem Trommelwirbel "Ein Prosit der Gemütlichkeit" spielen konnte.
Platz für 4000 Menschen


Heute, Montag, steht ab 12 Uhr das traditionelle Handwerker- und Firmenessen auf dem Programm. Morgen, Dienstag, ist Familientag mit Kasperle-Theater um 15 Uhr und ermäßigten Preisen auf den Fahrgeschäften.
Neben dem Musikexpress bauten die Schausteller einen Simulator, den traditionellen Autoscooter, ein Kinderkarussell, einen Minijet und als Attraktion den "Skipper" auf. Das ist ein riesiger Kuchenteller, der hüpft und sich dreht. "Da ist für Mutige und weniger Mutige etwas dabei", freut sich Schausteller Werner Weeber. Er schätzt, dass mit Zelt und Biergarten gut und gerne 4000 Menschen den Festplatz besuchen können, ohne dass es Gedrängel gibt.
Die Hermeskeiler Festwoche endet mit dem verkaufsoffenen Sonntag und einem Brillantfeuerwerk.