Kanzem will Solargemeinde werden

Das Bürgerhaus Alte Schule, ein Brunnen für die Bewässerung des Sportplatzes und ein Fläche mit Solarmodulen für die Stromgewinnung sind die drei wichtigsten Beschlüsse im Haushalt der Ortsgemeinde Kanzem für dieses und das nächste Jahr.

Kanzem. Die Ortsgemeinde Kanzem hat in ihrer jüngsten Sitzung, in der es um den Doppelhaushalt 2016/2017 ging, einen weitreichenden Grundsatzbeschluss gefasst. Ortsbürgermeister Johann-Peter Mertes sagt: "Wir wollen Solargemeinde werden." Vorgesehen ist dabei eine ehemalige Erdaushubdeponie.
Die Regionalwerke Trier-Saarburg (RTS) waren an die Kommune mit dieser Idee herangetreten und haben auch dieses Gelände vorgeschlagen. Die rund zwei Hektar reichen für Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 1,6 Megawatt. "Wir haben den Anspruch, uns an der Energiewende zu beteiligen und haben deshalb Ja gesagt", begründet das der Ortschef. Allerdings, so Mertes weiter, sei man da noch ganz am Anfang und habe noch viel Beratungsbedarf. Auf jeden Fall wolle die Gemeinde mehr als nur das Grundstück zur Verfügung stellen, sondern auch Anteilseigner werden. Insgesamt stehen Investitionen von 121 000 Euro in diesem und weitere 74 000 Euro im nächsten Jahr im Haushalt. Dickster Brocken bleibt das Bürgerhaus Alte Schule, das dringend saniert werden muss. Die Außenfassade, neue Sanitäranlagen und ein barrierefreier Zugang schlagen zu Buche. 40 000 Euro werden in diesem, 62 000 Euro im nächsten Jahr in dieses Haus fließen. Der Brunnenbau für die Bewässerung des gemeindeeigenen Sportplatzes kostet zwar 20 000 Euro, aber, so Mertes: "Das wird sich im Laufe der Zeit amortisieren." doth

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