Kastel bekommt neuen Dorfmittelpunkt

Kastel bekommt neuen Dorfmittelpunkt

Der Dorfkern von Kastel ist in die Jahre gekommen. Das soll sich 2013 ändern, wenn die Planung der Neugestaltung im Ortsmittelpunkt umgesetzt wird. Das Dorf bekommt ein neues Herz, mehr Grün und wird auch attraktiver für Touristen.

Kastel-Staadt. Eine Verkehrsinsel wird zur Halbinsel, ein grauer Platz mit Bushaltestelle lädt zum Verweilen ein. Die Ideen von Planer Conrad Bausch zur Neugestaltung des Ortskerns von Kastel sind vom Ortsgemeinderat einstimmig gebilligt worden. 2013 wird die Tristesse einer neuen Attraktivität weichen.
Die Verkehrsinsel bekommt einen Anschluss ans "Festland", wird also größer. Die Gestaltung korrespondiert mit dem gegenüberliegenden Platz, dessen einziges modernes Merkmal bislang das Buswartehäuschen ist.
"In unserem Ortskern ist halt seit mehr als 30 Jahren nicht viel verändert worden", bedauert Ortsbürgermeister Harald Lehnertz. Sogar Touristen hätten ihn schon darauf angesprochen, dass ein Dorf, das so viel Historisches zu bieten hat, sich doch schöner herausputzen könnte.
Was jetzt noch Parkplatz ist, wird ein neuer Treffpunkt im Dorf. Der Platz an der Buswartehalle hat nach Ansicht von Planer Conrad Bausch eine Neugestaltung ganz besonders nötig: "Der brüchige Asphalt und das Gefälle kommen weg." Barrierefrei werden die Besucher zu einer neuen Sitzgruppe kommen und auf quarzitfarbenem Pflaster den Schatten von fünf neuen Platanen genießen.
Gepflastert wird auch die Straße zwischen den beiden Neugestaltungen. "Hier wird der Verkehr verlangsamt", sagt Lehnertz. Fünf neue Bäume werden ferner rund um den Brunnen gepflanzt, dessen Wasserlauf wieder reaktiviert wird. Auch hier wird eine Sitzgruppe installiert. Außerdem wird eine Infotafel über die außergewöhnliche Geschichte des Ortes seit den alten Kelten informieren.
Rund 68 000 Euro kostet die Umgestaltung, die im kommenden Jahr im Zug des Ausbaus der König-Johann-Straße vonstattengehen soll. 34 000 Euro kommen aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes. Eigenleistung im Wert von 10 000 Euro wollen fleißige Hände aus dem Dorf beisteuern. Der Rest von 24 000 Euro muss die Ortsgemeinde mit einem Kredit finanzieren. "Nach Abschluss der Arbeiten können hier schöne Dorffeste gefeiert werden", freut sich Ortschef Lehnerts auf den neuen Ortsmittelpunkt. doth

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