Keine Angst mehr vor der Zukunft
Die eigenen Stärken kennen und offensiv damit umgehen: Das haben die Teilnehmer des IHK-Projektes "Fit für das (Berufs-)Leben: AG Zukunft durch Leistung" in den vergangenen sechs Monaten intensiv trainiert. Dafür erhielten 18 Haupt- und Realschüler aus Konz am Dienstag das Zertifikat der IHK.
Konz. (cweb) Architekt, Lehrer oder Chemielaborantin - das sind die Traumberufe der Haupt- und Realschüler aus Konz, die am Projekt "Fit für das (Berufs-)Leben: AG Zukunft durch Leistung" der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier teilgenommen haben. In einer freiwilligen AG haben sich die Jugendlichen ein halbes Jahr lang intensiv mit den Anforderungen des Berufslebens und ihren persönlichen Stärken auseinandergesetzt. "Die Schüler haben Kompetenzen trainiert, die ihre Ausbildungsreife ebenso definieren wie das fachliche Schulwissen", erläutert IHK-Projektleiterin Alexandra Lossjew.
Ihre gestärkten Kompetenzen demonstrierten die Schüler ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern am Dienstag bei der Projekt-Abschlussfeier an der Hermann-Staudinger Realschule.
In einer Präsentation zeigten die Teilnehmer, was sie in den verschiedenen Projektphasen gelernt haben: Phase eins diente zunächst dazu, die eigenen Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. In Einzelprojekten trainierten die Schüler Kompetenzen wie Geduld, Führungsstärke und Kontaktfreude in der Praxis - als Kellnerin, Kuchenverkäufer auf dem Hauptmarkt oder Leiter einer Feuerwehr-Jugendgruppe. Im Gruppenprojekt ging es darum, diese Stärken im Team sinnvoll einzusetzen. Den Abschluss bildete ein kompletter "Bewerbungsmarathon" mit Bewerbungsmappe, Einstellungstest und simuliertem Vorstellungsgespräch. Für jede erfüllte Aufgabe gab es einen Leistungsschein.
Die 18 Schüler, die trotz hohem Arbeitsaufwand, Zeitdruck und Motivationsproblemen bis zum Ende durchgehalten hatten, erhielten das IHK-Zertifikat. "Ich bin jetzt viel selbstbewusster", freute sich Olga Goykher. Dank des Projektes wisse sie jetzt, dass sie an der Schule bleiben und später studieren wolle. Marc Wacht erklärte, dass er nun keine Probleme mehr damit habe, "öffentlich über meine Stärken zu sprechen".
Lob gab es vor allem von den Projektleitern. "Die Schüler haben alle Hürden überwunden", freute sich Michaela Moravcová. "Sie wissen jetzt, was sie können und wohin sie wollen."