Keine Durchfahrt auf dem Saargau

Ein langer Weg für Autofahrer, die von Saarburg nach Fisch wollen: Die K 124 zwischen Kahren und Alterhof, die für 1,7 Millionen Euro ausgebaut wird, ist weiterhin gesperrt. Die Arbeiten sind so weit fortgeschritten, dass die Umleitung über Merzkirchen erfolgt.

Saarburg-Kahren/Fisch-Alterhof. An der Kreuzung in Rehlinger Hof geht nichts mehr. Wer von dort weiter nach Kahren will, der muss umkehren. Grund sind die Bauarbeiten an der Kreisstraße 124. Auch wenn zurzeit Bagger, Walze und Schaufel aufgrund der Betriebsferien der Baufirma ruhen - inzwischen sind die Arbeiten zwischen Kahren und Alterhof weit fortgeschritten.
Seit April wird gebaut. "Die Erdarbeiten sind von der Einmündung Körrig bis Kahren bis auf 250 Meter Länge fertiggestellt", sagt Edeltrud Bayer, Dienststellenleiterin des Landesbetriebs Mobilität Trier (LBM). Die Meter, die noch fehlen, liegen an der Einmündung der Straße Richtung Körrig.
Außerdem sind bereits die Asphalttragschicht und die erste Schicht der Bankette auf einer Länge von rund 1,4 Kilometern ausgebaut, Sickerleitungen und Durchlässe für die Entwässerung der Straße fertig.
Ein Leerrohr der Telekom wurde eingebaut und Kabel in der Kurve kurz hinter Kahren umgelegt (der TV berichtete). Auch im Abschnitt Alterhof bis zur Kreuzung Richtung Körrig ist bereits die Frostschutzschicht aufgetragen. Man liege, so Bayer, im Zeitplan.
Nach Ende der Betriebsferien Anfang August ist die Kreuzung Richtung Körrig an der Reihe.
Autofahrer müssen daher eine Umleitung fahren, die erheblich länger ist als die zurzeit bestehende. Statt wie bisher von Fisch nach Saarburg entweder über Mannebach und den Kunoweiher oder über Körrig zu fahren, ist die Fahrt über Körrig nicht mehr möglich.
Stattdessen führt die Umleitungsstrecke von Kahren aus über die L 132 nach Merzkirchen, von dort weiter Richtung Bilzingen, vor Bilzingen dann über die Kreisstraße 111 in Richtung Fisch und umgekehrt. Die Route sorgte im Vorfeld der Bauarbeiten für Kritik in Fisch, da die Ortsgemeinde die große Umleitung über Merzkirchen den Kindergartenkindern nicht zumuten wollte. Der LBM wies bereits im April darauf hin, dass es keine Alternativen gebe.
"Die Firma rechnet mit rund sechs bis acht Wochen Bauzeit", sagt Bayer zur Dauer der Umleitung. Dann sei die Einmündung Körrig bis Kahren bis auf die Asphaltdeckschicht und die Leitplanken fertig. Die Strecke Kahren-Körrig könne dann wieder beschränkt für den Verkehr freigegeben werden.
Alles in allem kostet die Baumaßnahme, die die Buckelpiste auf dem Saargau wieder in eine sichere Straße verwandeln soll, rund 1,7 Millionen Euro. Dafür wird die Straße auf insgesamt 2,7 Kilometer Länge verbreitert.
An der Kreuzung Richtung Körrig (K 124/K 112) wird außerdem die Fahrbahn verlegt und rund einen Meter abgesenkt, um die Kreuzung übersichtlicher zu machen. Das Land trägt mit 1,1 Millionen Euro einen Großteil der Kosten, den Rest steuert der Kreis bei.
Nach jetzigem Stand werden die Arbeiten bis Frühjahr kommenden Jahres dauern.