Keine Nachwuchssorgen

TABEN-RODT. Mit einem Konzert im Innenhof der Propstei St. Josef ging eine über das Jahr verteilte Reihe an Veranstaltungen zum 100. Geburtstag des Musikvereins 1903 Taben-Rodt zu Ende.

Mit einem Weihnachtskonzert startete das Jubiläumsjahr. Es folgten das große Jubiläumskonzert im April und ein dreitägiges Musikfest im Juni. Alle Veranstaltungen standen unter dem Motto "Melodien zum Miteinander"."An dieses Motto wollen wir auch in Zukunft anknüpfen", versprach Klaus-Thomas Massem, Dirigent und Vorsitzender des Musikvereins. Er und Ortsbürgemeister Klaus Neuses, der ebenfalls im Musikverein aktiv ist, dankten den zahlreichen Tabener Vereinen für ihre tatkräftige Unterstützung im Jubiläumsjahr.Als sich 1903 fünf Musiker, damals noch ohne Dirigent, trafen, um gemeinsam zu musizieren, hatte noch keiner einen Gedanken daran verschwendet, dass der Verein 100 Jahre später mit stolzen 40 Aktiven auf vielen Bühnen stehen würde.Der Verein hat sogar schon eine erfolgreiche Wiederbelebung hinter sich. Während des Zweiten Weltkriegs waren die Aktivitäten erloschen. Doch im Jahr 1952 trafen sich Tabener Musiker und gründeten den Musikverein neu. Bei der Einweihung der Saarbrücke spielte der junge Musikverein zum ersten Mal auf.Besonders stolz auf die Jugendarbeit

Heute ist der Musikverein 1903 Taben-Rodt nicht nur in der eigenen Gemeinde aktiv. Vor zwei Jahren sind die Musiker beispielsweise zum Bundesmusikfest nach Friedrichshafen an den Bodensee gereist, und bei Bewertungsspielen des Kreismusikverbands im selben Jahr gab es die Auszeichnung "sehr gut".Besonders stolz ist der Verein auf seine Jugendarbeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Musikvereinen plagen die Tabener nämlich keine Nachwuchssorgen. Im Jugend-Orchester spielen zurzeit 20 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren. "Beim Zapfenstreich heute Abend sind zum ersten Mal sieben neue jugendliche Mitglieder dabei", verrät Klaus-Thomas Massem. Das Engagement der jungen Musiker geht allerdings weit über das Mitspielen im Musikverein hinaus. Sie nehmen regelmäßig an den D-Lehrgängen des Kreismusikverbandes teil, wo sie in Theorie und Praxis geschult und geprüft werden.Beim Konzert im Innenhof der Propstei spielte der Musikverein noch einmal die Höhepunkte aus dem Jubiläumsjahr wie zum Beispiel den "Song of Freedom" aus dem Weihnachtskonzert, ein Medley mit Titeln von André Rieu und die New-York-Ouvertüre von Klees Vlak, eine musikalische Sightseeing-Tour durch die Weltstadt.Das Konzert wurde mit einem traditionellen Zapfenstreich beendet. Die Freiwillige Feuerwehr vollführte, feierlich Fackeln tragend, unter der Leitung ihres Wehrführers Josef Stoffel den militärischen Brauch, mit dem früher die Soldaten zur Nachtruhe geschickt wurden.

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