Keine Überraschung

Das Duell ist vorbei, der Ausgang keine Überraschung: Werner Angsten wurde seiner Favoritenrolle gerecht, nutzte den Amtsbonus und bleibt weitere acht Jahre Bürgermeister der VG Kell. Obschon er in der eigenen Partei nicht unumstritten ist und glanzloser siegte als 1998, darf sich der omnipräsente CDU-Politiker über den Vertrauensbeweis des Wahlvolks freuen.

Das Ergebnis zeigt: Im konservativ geprägten Keller Land sind die Menschen mehrheitlich der Auffassung, dass die Verhältnisse weitgehend geordnet sind und der seit 1988 regierende Rathaus-Chef seine Arbeit zufriedenstellend macht. So konnte Angsten im Wahlkampf nicht zuletzt auf Fakten wie die niedrige Arbeitslosenquote verweisen. Christian Kruchten (SPD) musste es da schwer fallen, plausibel zu machen, warum ein Machtwechsel Not tut. Zudem lastete auf dem Schillinger die Hypothek, dass er für viele Wähler ein unbeschriebenes Blatt geblieben ist. Doch obwohl der 31-jährige Rechtsanwalt deutlich verloren hat, untergegangen ist er nicht. Denn der "Nobody" hat immerhin ein besseres Ergebnis erzielt als 1998 sein etablierter Parteifreund Manfred Rommelfanger. a.munsteiner@volksfreund.de