Keller SPD für neue Windräder

Die Diskussion über neue Windräder in der Verbandsgemeinde (VG) hält weiter an. Die SPD-Fraktion im VG-Rat favorisiert Standorte bei Baldringen und am Teufelskopf. Auf dem Weg zur Windkraft sind jedoch noch einige Hindernisse zu überwinden.

Kell am See. (ax) Die Diskussion über den geplanten Windpark in Weiskirchen beschäftigt nach wie vor die Politiker in der benachbarten Verbandsgemeinde Kell am See. Als Reaktion auf den TV-Bericht vom 6. August hat sich der zu dieser Zeit im Urlaub befindliche SPD-Fraktionssprecher Manfred Rommelfanger bei unserer Zeitung zu Wort gemeldet. "Wir haben dazu schon seit längerem eine klare Position", sagt der Zerfer Ortsbürgermeister. Die Verbandsgemeinde-SPD trete für die Windkraft ein. Aus ihrer Sicht gibt es im Keller Raum "zwei bis drei hervorragende Standorte", an denen neue Räder aufgestellt werden könnten.

Rommelfanger bringt dabei neben Baldringen den Höhenzug, auf dem sich auch die Weiskircher Räder drehen sollen, ins Spiel. Auf rheinland-pfälzischer Seite gehört dieses Gebiet zur Gemarkung Zerf. Gut geeignet ist aus seiner Sicht auch die Gegend um den Teufelskopf. Die dort gelegene Ortsgemeinde Waldweiler will sich mit ihrem Ortsbürgermeister Manfred Rauber (SPD) ebenfalls um Windräder bemühen (der TV berichtete). Allerdings räumt Rommelfanger ein, "dass wir uns der Schwierigkeiten bewusst sind". Bis 2014 sind die Windkraft-Standorte in der Region Trier im rechtsgültigen Raumordnungsplan vorgeschrieben. Ein weiteres Hindernis ist die Naturpark-Verordnung, die Anlagen in der Kernzone des Naturparks Saar-Hunsrück ausschließt. Der Keller CDU-Gemeindeverband und Bürgermeister Werner Angsten (CDU) hatten zuletzt die Windkraft-pPäne in Weiskirchen und Waldweiler kritisiert. Sie lehnen die Errichtung von Windrädern in der Naturpark-Kernzone ab.

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