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Kettenhemd für den Filzerberg sitzt

Kettenhemd für den Filzerberg sitzt

Die Arbeiten zur Sicherung des Filzerberges, an der Bahnstrecke zwischen Konz und Kanzem schreiten gut voran. Fangnetze und Fangzäune werden auf der Strecke bei Konz entlang der Saar angebracht, um den Eisenbahnbetrieb zu sichern. Die Kosten liegen bei 2,5 Millionen.

Konz. Behende klettern die jungen Männer aus dem Tiroler Bergland im Filzerberg umher, spannen Stahlnetze und setzen die Betonfundamente für die noch zu installierenden Seilsperren. Diese Gitternetze aus Stahl werden die Gleise der Bahnstrecke in Zukunft vor herabfallendem Geröll schützen, ähnlich denen, die an der Strecke zwischen Saarburg und Biebelhausen angebracht wurden.

Felssicherung kostet über zwei Millionen



Die Sicherungsarbeiten am Filzerberg entlang der Landesstraße 137 bei Konz-Filzen werden, wenn das Wetter einigermaßen hält, früher beendet sein als geplant (der TV berichtete). Bisher waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, dass die Baustelle nicht vor März 2010 aufgelöst werden kann. Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG, sind die Spezialisten aus Tirol jedoch ein gutes Stück schneller als ihre Marschtabelle. "Eventuell sind wir schon einige Wochen früher fertig", sagt Projektleiterin Steffi Gruttke von der Deutschen Bahn AG in Saarbrücken. Deren Aufgabe ist es, den brüchigen Filzerberg zu sichern, damit keine Gesteinsbrocken auf die Gleise fallen können. Diese "Katastrophe" gilt es zu verhindern, insgesamt 2,5 Millionen Euro lässt sich die Bahn AG das kosten.

"Auf solchen Hügeln spielen bei uns die kleinen Kinder", sagen die Männer aus Österreich. Wohl deshalb geht ihnen die Arbeit gut von der Hand - elf Stunden pro Tag und Nacht. Fast 10 000 Quadratmeter Fläche werden bearbeitet, über insgesamt 700 Meter Länge erstreckt sich die Baustelle. Größere Verkehrsstaus an der einspurig geführten Straße mit Ampelregelung habe es bisher allerdings nicht gegeben, sagt Steffi Gruttke von der Bahn.

Die zehn Spezialisten arbeiten abwechselnd jeweils zehn Tage am Stück, um dann vier Tage in die Heimat zu fahren. "Dann sehen wir wieder richtige Berge, ich wohne selbst schon auf 1600 Meter Höhe", freut sich der Vorarbeiter. Freuen können sich auch die Autofahrer auf der Saarstrecke, wenn der Verkehr nach derzeitigem Stand bald wieder reibungslos fließen wird.