Kicker suchen Glücksbringer

KORDEL. Originell soll es sein, einen klangvollen Namen haben und den Kordeler Kickern Glück bringen: Gesucht wird ein Maskottchen für den Sportverein (SV) Kordel.

Wenn sich alle jugendlichen Kicker des SV Kordel an der Suche beteiligen und Vorschläge einreichen, wird sich Juppi Meyers Schreibtisch ordentlich durchbiegen. 108 Jungen und Mädchen trainieren und spielen unter der Obhut des Jugendleiters und seiner 20 Jugendbetreuer. Aufgerufen ist der Nachwuchs nun, in einem Ideenwettbewerb Kordels neues Fußballmaskottchen zu kreieren. Zwei Fragen stellen sich dabei. Wie soll es aussehen, und wie soll es heißen? Der Fantasie sind dabei zwar keine Grenzen gesetzt, aber umsetzbar soll es schon sein. Maskottchen soll immer mit aufs Spielfeld

Bis zum 16. Februar können Vorschläge in Form von selbst gemalten Bildern eingereicht werden. Danach ist die Jury gefordert - das wird das Team der Jugendbetreuer sein - und wird ihre schwere Entscheidung treffen. Dabei kommt es nicht auf die Schönheit der Zeichnung an, vielmehr ist die originelle Idee gefragt. Wenn die Juroren den Sieger ermittelt haben, wird der Ehranger Künstler Roland Grundheber aus dem Siegerbild die Vorlage für das Maskottchen entwickeln, und die Kordelerin Michaela Roth wird aus diesem Entwurf ein lebensgroßes Kostüm nähen. Erstmalig präsentiert wird der neue Glücksbringer, der ab der Saison 2006/2007 regelmäßig beim Spiel mit auflaufen soll, beim großen Saisonabschlussfest am 10. Juni auf dem Kordeler Waldspielplatz. Das rührige Team der Jugendbetreuer im SV Kordel ruft alle jugendlichen Kicker auf, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Mit diesen Aktionen, so Jugendleiter Juppi Meier, wolle der SV Kordel auch ein Vorbild für andere Vereine sein, mit ausgefallenen Ideen die Kinder und Jugendlichen zu begeistern und bei der Stange zu halten. Die Gründung des Fanclubs "De kleen Panekuchen" wurde bereits im vergangenen Jahr vom Sportbund Rheinland als "Die Idee des Monats August" ausgezeichnet. "Wir wollen das Ehrenamt leben", sagen die Betreuer der Jugendlichen. Viel Spaß und Freude habe man bei der Arbeit mit den Kindern. "Ich habe so auch die Möglichkeit, dem Verein das zurückzugeben, was ich früher bekommen habe", sagt Christopher Frohnen, einer der 21 Jugendbetreuer des SV Kordel, und spricht damit aus, was viele der Helfer denken. Vor allem, wenn die Kleinen mit viel Begeisterung und Elan dabei sind, sei die Zeit in die Jugendarbeit gut investiert.

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