Kies-Abbau in Etappen

Abbau-Zeitraum, tägliche Arbeitszeiten und die unbegründete Sorge vor zu viel Staub: Der Unternehmer Hans Wacht gibt Details zu seinem Vorhaben bekannt, in Wasserliesch Kies abzubauen.

Wasserliesch. Insgesamt 53 000 Quadratmeter umfasst die Fläche, die die Firma Johann Wacht vor dem Ortseingang Wasserliesch zukünftig für den Kiesabbau nutzen will. "Wir sind dagegen", ist das Credo einer Bürgerinitiative, die vor Kurzem rund 1080 private Einwände und 1188 gesammelte Unterschriften von ortsansässigen Bürgern bei der Kreisverwaltung abgegeben hat (der TV berichtete). Dort wird zurzeit eine mögliche Genehmigung des Vorhabens geprüft.

Um die besorgten Bürger aufzuklären, was für die nächsten Jahre tatsächlich geplant ist, hat Hans Wacht im TV-Gespräch einige grundlegende Fakten erläutert:

Der Abbau der geschätzten 250 000 Kubikmeter Kies erfolgt laut Planung in vier Abschnitten (siehe Grafik). 2010 soll mit dem ersten Teil an der Straße zum Ortseingang Wasserliesch begonnen werden. "Das ist der Abschnitt, der die größte Belastung für die Bürger bringen könnte", sagt Wacht. Allerdings zeigten das Lärm- und das hydrogeologische (Grundwasser-Fragen einschließende) Gutachten, dass keine kritischen Werte übertroffen würden. Etwa ein bis eineinhalb Jahre werde dort abgebaut, bevor die Bagger weiter ins zweite Feld rücken. Der Abbau und die Renaturierung mit einer Teichanlage und Begrünung in den Feldern 1 und 2 dauern bis ins Jahr 2014, erläutert Wacht. Danach werde in diesen Bereichen nicht mehr gearbeitet. Auf dem betriebseigenen Gelände werde dann im dritten Abschnitt 2014 bis 2016 und im vierten und letzten Abschnitt 2016 bis 2018 abgebaut, bevor auch dort ein Teich entstehen soll.

Auch in Bezug auf die täglichen Arbeitszeiten stellt Wacht klar: Der gesetzliche Rahmen lasse es zu, an sechs Tagen in der Woche von 7 bis 20 Uhr zu arbeiten. "Wenn wir das machen würden, wäre alles in einem Jahr abgebaut", sagt der Unternehmer. Voraussichtlich beschränke sich die Firma auf Abbauzeiten werktags von 7 bis 16.30 Uhr und samstags im Sommer von 7 bis 11 Uhr.

Da der Abbau aus dem Wasser heraus geschehe, halte sich zudem die Staubbelastung in Grenzen.

Bereits vor mehreren Monaten wurden einige Träger öffentlicher Belange um eine Stellungnahme gebeten. Frank Huckert von der BUND - Freunde der Erde, Kreisgruppe Trier-Saarburg - , betont auf TV-Anfrage, dass mit dem Vorhaben Wachts "in die Landschaft und den Naturhaushalt eingegriffen wird und die benachbarte Wohnbevölkerung beeinträchtigt werden kann". Die Auswirkungen in Grenzen zu halten, sollte das Bestreben des Unternehmens sein. Letztlich kommt die Organisation in ihrer schriftlichen Stellungnahme an die Kreisverwaltung zum Ergebnis, dass sie "nach der aktuellen Planung gerne der Erweiterung des Abbaus zustimmen, insbesondere dahingehend, dass zukünftig der Bevölkerung und der Natur eine zusätzliche ,Rückzugsfläche' geschaffen wird."

Nach TV-Informationen äußerten auch weitere Träger öffentlicher Belange keine gewichtigen Bedenken.