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Kinder aus der Region entdecken Schätze und erleben Abenteuer

Kinder aus der Region entdecken Schätze und erleben Abenteuer

Freibeuter suchen den Stausee Kell heim. Sie bauen sich Flöße, um nach einem Schatz zu suchen. Das Thema Piraten zog sich durch alle zehn Ferienangebote, die von der Kreisverwaltung für Acht- bis Zwölfjährige organisiert worden sind. Kreativ in Gruppen arbeiten bringt Erfolgserlebnisse.

Kell am See. Piraten, so weit das Auge reicht. Im Keller See soll ein Schatz verborgen sein, ähnlich wie der im Silbersee von Karl May. Flöße mussten gebaut werden, um da ranzukommen. Die Erlebniswerkstatt Taben-Rodt half dabei. Jeweils vier blaue Fässer, Balken, Stämme und obendrauf die Piratenflagge, und los ging's zur Kaperfahrt.
Zehn Angebote zum Thema Piraten waren von Kreisjugendpflegerin Bettina Krüdener und ihrem Team für den Ferienspaß entwickelt worden. 563 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren nutzen das Angebot.
"Alle Kinder kommen per Bus zu allen Angeboten", erklärt Krüdener. Zwölf Busse kamen dabei zum Einsatz. Ihr ist wichtig: "Wir wollen Kinder stark machen, damit sie sich was zutrauen, Gefahren erkennen und beurteilen können, dabei Gemeinschaft erleben und im Team zusammenarbeiten." Das sei der heimliche, persönlichkeitsbildende Lehrplan beim Ferienspaß. Alle sollen auf ihre Leistung stolz sein.
Das Geheimversteck der Piraten ist das Vereinshaus des Angelsportvereins. Dienstältester Betreuer bei Ferienspaß-Aktionen ist Michael Scholer aus Morscheid. Der 62-Jährige steht am Schwenker und grillt die Würstchen für seine Nachwuchspiraten und meint: "Der Spaß der Kinder war immer riesig."
Was heute anders sei als früher? "Heute haben unsere Piraten alle Smartphones." Der pädagogische Anspruch sei nach wie vor groß, weiß Scholer nach 31 Jahren Erfahrung. 65 Betreuer halfen mit, dass das während der zehn Tage so blieb.
"Leider ist die Zahl der Kinder in den letzten Jahren zurückgegangen", bedauert der Sprecher des Landkreises, Thomas Müller. Das liege aber nicht am Interesse, sondern dem demografischen Wandel. Es gebe halt immer weniger Kinder.
Die Freizeit sei weiterhin immer Anfang des Jahres an einem einzigen Tag ausgebucht - auch bei dieser 36. Auflage. Demnächst nimmt bereits die dritte Generation Kinder am Ferienspaß teil. Und etliche frühere Teilnehmer sind heute Betreuer. Dafür muss man 18 Jahre alt sein und die Jugendgruppenleistungscard (Juleica) erwerben. Auskunft dazu gibt es bei der Kreisjugendpflege unter Telefon 0651/715-272.
Rund 90 000 Euro kosten die zehn Tage Abenteuer. Zehn Prozent davon übernimmt der Kreis. Den Rest tragen die Eltern. Das Motto des nächsten Jahres steht bereits fest: Zirkus-Manege frei - kannst du nicht, war gestern.
Extra

Vivian (12): "Wir sind oft schwimmen gegangen. Das Wetter war so gut. Aber der Nationalpark und das Besucherbergwerk in Fell waren auch toll." Helena (7): "Der Keller See ist toll. Ich habe keine Angst auf dem Floß zu fahren." Aaron (9): "Ich war noch nie Pirat. Ich freue mich auf die Schatzsuche." Lars (12): "Das hat viel Spaß gemacht ein Floß zu bauen und damit auf dem See zu fahren." doth