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Kinder: Kinder erzählen vom Leben in der Spielstadt

Kinder : Kinder erzählen vom Leben in der Spielstadt

Die Bewohner Wuselkusens in Konz feiern am Samstag ihr Abschlussfest. Der TV hat das Wuseler Echo besucht und Gastautoren gefunden.

125 Kinder aus der Verbandsgemeinde Konz haben in den vergangenen fünf Tagen in der Spielstadt Wuselkusen spielerisch gelernt, wie eine Gesellschaft funktioniert. Sie haben einen Bürgermeister und einen Stadtrat gewählt, in Werkstätten und Dienstleistungsbetrieben gearbeitet oder selbst Zeitung gemacht: im Wuseler Echo. Volksfreund-Redakteur Christian Kremer hat die Redaktion der Kinder im Haus der Jugend in Konz besucht und mit den kleinen Reportern unter anderem darüber gesprochen, wie eine Zeitung entsteht oder wie Nachrichten ausgewählt werden. Unter anderem ging es um eine Journalistenweisheit aus dem 19. Jahrhundert: „Wenn ein Hund einen Mann beißt, ist es keine Nachricht. Aber wenn ein Mann einen Hund beißt, ist es eine Schlagzeile.“

Chefredakteur des Wuseler Echos ist der ehrenamtliche Betreuer Andreas Rein (51). Er ist schon zum achten Mal als Betreuer bei der Spielstadt dabei, die erstmalig 2003 ihre Pforten geöffnet hat (siehe Info). Nur eine Ausgabe hat Rein verpasst. Diesmal stehen ihm Maximilian Krudewig (23), Student aus Trier, und Ali Seddighi (19) zur Seite, um mit den Kinder-Redakteuren fünf Tage lang über das Geschehen in Wuselkusen zu berichten. Seddighi ist aus Afghanistan nach Deutschland geflohen und Azubi bei Michelin in Trier, wo Rein Projektleiter für die technische Ausbildung ist. Der TV präsentiert eine Auswahl der Texte, die in voller Länge unter www.wuselkusen.de zu lesen sind.

Politik in Wuselkusen: Nachdem Robin seine Amtszeit als Bürgermeister angetreten hat, fand bereits wenig später die erste Stadtratssitzung statt. Unter anderem hat der Rat eine Sonnencreme-Pflicht beschlossen. Ab sofort besteht sie für alle, sowohl um 11.30 Uhr als auch nach der Mittagspause.  In die Wege soll auch geleitet werden, dass im Freizeitpark ein Halbtags- und ein Ganztagsticket angeboten werden. Weiterhin setzt der neue Stadtrat sein Hygiene-Bewusstsein durch, indem er das Aufstellen eines Plantschbeckens für alle auf dem Marktplatz ablehnt.

Elias Ewerz (12) und Sina Thömmes (12)

Kinder: Kinder erzählen vom Leben in der Spielstadt
Foto: Haus Der Jugend Konz/Andreas Rein

Snacks aus der Saftbar: Im schönen Wuselkusen gibt es eine erfolgreiche Saftbar. Diese verkauft Zuckerwatte, Obstspieße und Smoothies. Um Zuckerwatte herzustellen, benötigt man gefärbten Zucker (in den Geschmacksrichtungen: Blaubeere, Erdbeere, Vanille und Apfel). Von diesem speziellen Zucker gibt man ein wenig in die Zuckerwattemaschine, schaltet sie an, hält einen Holzstab drehend darüber, und schon wickeln sich die Zuckerwattefasern um den Holzstab. Um Obstspieße zu machen, muss Obst (Erdbeeren, Melonen, Kiwis) in kleine Stücke geschnitten werden. Nachdem die Früchte aufgespießt wurden, bekommen sie einen Überguss aus geschmolzener Schokolade. Für Smoothies werden Früchte und Milch oder Orangensaft in einen Mixer gefüllt. Dann schaltet man den Mixer ein und wartet, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind. Als Smoothie-Sorten gibt es Beerenmilch, Erdbeermilch, Bananenmilch und Kiwi-Bananen-Smoothie (nur an manchen Tagen).

Kinder: Kinder erzählen vom Leben in der Spielstadt
Foto: Haus der Jugend Konz/Andreas Rein

Elinor Charlier (9) und Miriam Kötting (10)

Kinder: Kinder erzählen vom Leben in der Spielstadt
Foto: Haus der Jugend Konz/Andreas Rein

Besuch beim Konzer Bürgermeister Der neue Wuselkusener Bürgermeister und der neue Stadtrat haben sich mit dem Konzer Bürgermeister Joachim Weber getroffen. Beim Interview mit ihm und seinem Beigeordneten Guido Wacht bekam der Wuselkusener Stadtrat einen Einblick in das Leben als Bürgermeister. Ein Bürgermeister werde öfter auf der Straße angesprochen, sagte Weber, da viele Menschen ein Anliegen haben. Und ein Bürgermeister ist nicht alleiniger Bestimmer. Die Entscheidungen trifft wie in Wuselkusen der Stadtrat. Der Bürgermeister kann aber Themen vorschlagen. Auf die Frage, wie sich ein Bürgermeister zu benehmen hat, zitieren wir den Bürgermeister: „Freundlich sein ist eine Charaktersache, die kostet kein Geld, und freundlich sein – damit tut man sich einen Gefallen.“

Sina Thömmes (12) und Elias Ewerz (12)

Am Samstag ist die Spielstadt Wuselkusen im Haus der Jugend für alle Besucher ab 15 Uhr geöffnet. Unter anderem sind ein Bühnenprogramm und ein Stadtfest geplant.