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Kinder lernen das richtige Benehmen im Restaurant

Kinder lernen das richtige Benehmen im Restaurant

Die Nachmittagsbetreuung der Saarburger Grundschule legt schon viel Wert auf richtiges Benehmen. Das gemeinsame Essen wird hier zum guten Ritual in familienähnlicher Atmosphäre. Doch wie verhält man sich in einem richtigen Restaurant. 29 Grundschüler konnten das im Saarburger Hof erfahren und gleich üben.

Saarburg. Gutes Benehmen bei Tisch ist für die Schüler der Grundschule St. Laurentius nichts Neues. Lehrerin Tina Kaypinger verrät: "Wir haben schon etwas schmunzeln müssen, als im TV ein Artikel über Benehmen als Pflichtfach stand." Es sei zwar kein Schulfach, aber gutes Benehmen werde an der Grundschule schon seit zehn Jahren trainiert. Und dreimal im Jahr werde an der Schule "Restaurant" gespielt, möglichst in familienähnlicher Atmosphäre.
"Eindecken, bedienen, abräumen und aufräumen wird bei uns im Speiseraum schon praktiziert", sagt die Pädagogin. Höflichkeit und gutes Benehmen gehören dazu. Jetzt kamen die 29 Grundschüler in den Saarburger Hof, um in einem echten Restaurant zu üben. Hier wartet Gastronomin und Hotelbetriebswirtin Jennifer Diewald auf die jungen Gäste.
Erste Regeln: "Am Tisch Mütze ab und Smartphone weg." Die Fachfrau weiß: "Das ist heute alles viel lockerer als früher. Groß und Klein sollen sich doch im Lokal wohlfühlen." Auch für kleine Missgeschicke haben die Servicekräfte Verständnis.
"Ich bin die Jenny", stellt sich die Fachfrau den Kindern vor und rät: "Wenn man ein Restaurant betritt, fragt man zuerst, wo ein Tisch frei ist." Dann zeigt sie, wie ein Tisch richtig gedeckt wird, das Besteck in der richtigen Reihenfolge liegt, fachgerecht eine Serviette gefaltet wird. Um den Kellner zu rufen, reicht es meist, eine Hand zu heben. Es wird nicht herumgelaufen und schon gar nicht probiert, wie das Gericht des Tischnachbarn schmeckt. Wohin mit dem Kaugummi? In die Serviette! Bevor man trinkt, Mund abwischen, sonst gibt's Fettflecken auf dem Glas.
An einem langen Tisch können die Kinder ausprobieren, wie gut sie aufgepasst haben. "Ich kann jetzt gut den Tisch decken. Das sieht richtig schön aus", freut sich Gleb (10). "Das hat mir gut gefallen. Wenn der Tisch schön gedeckt ist, schmeckt's gleich besser", findet Kirdthana (10). "An so einem schönen Tisch fühlen sich alle wohl und freuen sich aufs Essen", sagt Marieke (11).
"Ihr dürft gerne wiederkommen, auch mit euren Eltern", verabschiedet Jennifer Diewald die jungen Besucher. "Vielleicht wird so ja auch Interesse an einem gastronomischen Beruf geweckt", ist ihre Hoffnung. doth