Taben-Rodt: Kinder singen und spielen für einen Heiligen

Taben-Rodt : Kinder singen und spielen für einen Heiligen

Neun katholische Kindergärten aus der Region sind zum Grab des Quiriakus nach Taben-Rodt gepilgert.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1250 Jahre heiliger Quiriakus in Taben-Rodt“ sind neun katholische Kindergärten aus der Region  zum Grab des heiligen  Quiriakus nach Taben-Rodt, der ältesten Pilgerstätte der Region, gewandert. Mehr als  60 Kinder feierten mit ihren Eltern und Erziehern einen Wortgottesdienst, der von Kooperator Pfarrer Christian Struwe und Pastoralreferent Horst Steffen geleitet wurde. Zu Beginn sangen die Kinder, begleitet von der Gitarrengruppe, das von Roland Freichel speziell für Kinder arrangierte Quiriakuslied.

Einen bunten Hintergrund bildeten die Quiriakus-Fahnen. Diese waren von den Kindern der neun teilnehmenden Kindergärten, Fisch (St. Jakobus), Freudenburg (Heilige Dreifaltigkeit), Greimerath (St. Nikolaus), Irsch (St. Christopherus), Saarburg (St. Laurentius, St. Marien), Serrig (St. Martin), Taben-Rodt (Propstey St. Josef) und Trassem (St. Erasmus), während den intensiven Vorbereitungen künstlerisch gestaltet worden.

Mit einem Theaterstück stellten die Kinder des Kindergartens der Propstey St. Josef, Taben-Rodt, spielerisch das Leben des heiligen  Quiriakus und die spätere Verehrung an seinem Grab nach.  In einer feierlichen Prozession wurde der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen durch die Kirche getragen. Die Kinder folgten ihm mit ihren Fahnen. Um das Wirken des heiligen Quiriakus als Fürsprecher der Armen und Schwachen erlebbar zu machen, verteilten die Kinder Brot unter die Anwesenden. Für jede von den Kindern vorgetragene Fürbitte wurde eine selbst gestaltete Kerze entzündet und auf den Altar gestellt.

Über Jahrhunderte erbaten Eltern am Grab des Heiligen  für ihre kranken Kinder (in früherer Zeit speziell bei Fallsucht, heute Epilepsie) Heilung. Auf eine derartige Heilung an einem nahen Verwandten des Frankenkönigs Pippin des Kleinen (+768) ging die Schenkung von Taben-Rodt an die Abtei St. Maximin zurück und bildete somit die Grundlage für die vor 1250 Jahren stattgefundene Übertragung der Reliquien.

Kooperator Pfarrer Christian Struwe erläuterte den Brauch in vergangenen Zeiten, Kindern mit Kopfschmerzen eine am Grab des Heiligen vorhandene eiserne Krone aufzusetzen. Mit einem feierlichen Segen, insbesondere der Kinder, endete der Wortgottesdienst. Danach bestand in den Pausenhallen der Propstey für die Kinder die Gelegenheit, sich spielerisch und handwerklich zu betätigen, während die Erwachsenen  bei Kaffee und Kuchen den Tag Revue passieren ließen.

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