Kinderbetreuung - Kita-Ausbau in Konz-Könen beginnt im Herbst

Kinderbetreuung : Ersehnter Kita-Ausbau in Konz-Könen beginnt im Herbst

Die Menschen im Konzer Stadtteil Könen warten schon länger darauf, dass die Stadt den Kindergarten im Ort erweitert. Im vierten Quartal soll es nun nach komplizierten Planungen endlich mit den Bauarbeiten losgehen.

Der größte Konzer Stadtteil, Könen, ist in den vergangenen Jahren noch größer geworden. Die 88 Baugrundstücke im Neubaugebiet Pferdsgarten waren nach kurzer Zeit verkauft, und die meisten Häuser stehen inzwischen. Außerdem sind im Ort mehrere alte Einfamilien-Häuser abgerissen worden. Investoren haben Mehrfamilienhäuser gebaut. Viele junge Familien sind neu nach Könen gekommen. Der Grund für den Trend: Die Ortsumgehung Könen hat einen Großteil des Verkehrs aus dem Ort herausgezogen.  Könen ist nach der Freigabe der neuen Straße im August 2017 ruhiger und dadurch viel attraktiver geworden als noch vor wenigen Jahren (der TV berichtete mehrfach).

Die Kehrseite der Medaille: Die Stadt Konz muss viel Geld in die Hand nehmen für die Infrastruktur. Sowohl die Grundschule muss wegen der zusätzlichen Kinder im Ort um- und ausgebaut werden als auch die Kita. Während über das Sanierungsprojekt an der Grundschule nur wenig bekannt ist, außer dass es sehr teuer wird, wird das am Kindergarten endlich konkreter: Laut Michael Naunheim, Pressesprecher der Konzer Verwaltung, befindet sich die Stadt im Rahmenterminplan, „der eine Vergabe im dritten und einen Baubeginn im vierten Quartal 2019 vorsehe.

So sei der Plan den Eltern der Kita-Kinder, die seit zwei Jahren zum Teil in Containern untergebracht sind, auch schon vorgestellt worden. „Die Architektenleistungen mussten aufgrund der hohen Baukosten aufwendig nach europäischen Vorgaben vergeben werden“, erklärt Naunheim. „Ein regionales Architekturbüro konnte den Zuschlag erhalten.“

Die Verwaltung gehe von einer zweijährigen Bauphase aus. Die Kosten für den Bau liegen bei 3,35 Millionen Euro. Dafür schafft die Stadt im Kita-Gebäude in Könen Platz für sieben Gruppen mit insgesamt 145 Kindern. „Außerdem befindet sich in der Kita eine integrative Gruppe der Lebenshilfe mit zehn Plätzen“, sagt Naunheim. Sieben Gruppen gibt es laut der Verwaltung wegen des Bedarfs schon jetzt in dem Kindergarten. Zurzeit werden vier der sieben Gruppen im bestehenden Kita-Gebäude betreut (80 Kinder).

Auch die Gruppe der Lebenshilfe mit zehn Kindern werde dort betreut. Drei weitere Gruppen mit 65 Kindern würden zurzeit provisorisch in Containern betreut, bis die Erweiterung der Kita abgeschlossen ist. Die Container wurden laut Naunheim im Februar und im April 2017 in Betrieb genommen. Sie befinden sich auf dem Gelände der Grundschule.  Die Container hatte die Stadt zunächst vom Kreis Trier-Saarburg angemietet, der sie selbst eigentlich bei einer Firma für die Unterbringung von Flüchtlingen gemietet hatte, sie aber nach Rückgang der Flüchtlingszahlen doch nicht brauchte. Inzwischen habe die Stadt die Container selbst bei der Leihfirma angemietet, sagt Naunheim.

Bisher habe die Stadt in Absprache mit dem Kreis-Jugendamt noch kein Kind aus Könen an andere Kindergärten – zum Beispiel in Tawern oder Wasserliesch – verweisen müssen, erklärt Naunheim weiter. Alle Anfragen für den Könener Kindergarten seien positiv beschieden worden. Mit Blick auf die gesamte Verbandsgemeinde macht die Verwaltung in Konz große Herausforderungen aus – gerade wegen des neuen Kita-Gesetzes, das unter anderem einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung mit sich bringt.

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