Kinderfestival 2019 in Konz mit Ritter Rost als Star

Kostenpflichtiger Inhalt: Tausende kommen zum Kinderfestival : Ritter Rost lacht im Konzer Regen

Zum Glück gab es Zelte, Dächer und – ganz wichtig – Schirme: Trotz des schlechten Wetters sind viele Besucher zum Kinderfestival in die Saar-Mosel-Stadt gekommen. Erst am späteren Nachmittag ließ sich auch die Sonne blicken.

Das schlechte Wetter bremste den Veranstalter des Konzer Kinderfestivals, das Jugendnetzwerk Konz (Junetko), in diesem Jahr gehörig aus. Aber das Programm mit Ritter Rost, bekannt aus der Fernsehserie im Kika, war attraktiv und lockte Tausende Besucher in die Konzer Innenstadt. Denn Ritter Rost aus Schrottland war der große Publikumsmagnet auf dem Rathausplatz. Ohne die Bühnenshow des etwas überdrehten Helden, der meistens den Mund etwas voll nimmt und nur dank seiner Freunde, dem tapferen Burgfräulein Bö und dem freundlichen Drachen Koks, seine Abenteuer erfolgreich bestehen kann, wäre der Platz vor der Bühne doch recht leer geblieben. Denn im Regen bei frischen 12 Grad sitzt man eher ungern auf harten Holzbänken.

Neben Ritter Rost sorgten eine Tanz- und Trommelgruppe der Lebenshilfe und die Showtanzgruppe Rainbow mit zwei Jugendformationen für Stimmung im Publikum. Rund um den Platz waren Essensstände, Stände von Vereinen und Firmen, eine Infoecke des Deutschen Roten Kreuzes mit einem Notarztwagen und mehrere Einsatzfahrzeuge der Konzer Feuerwehr aufgebaut. Die Vertreter des DRK informierten nicht nur über ihre ehrenamtliche Arbeit, sondern stellten auch eine ärztliche Erstversorgung im Notfall sicher.

Das Wichtigste aber waren Spaß und Spiel für Kinder. Viele Helfer des Junetko sowie anderer Vereine haben etliche Spielgeräte aufgebaut und betreut. Die Kinder konnten einen Bobbycar-Parcours meistern, mit handbetriebenen Booten in einem echten Wasserbecken umherkurven, sich an einer Kletterwand beweisen, Fußbälle in eine Torwand kicken und vieles mehr. Beide Parkplätze hinter den Verwaltungsräumen des Konzer Rathauses waren für die Spielgeräte freigeräumt.

Auf dem Saar-Mosel-Platz hatte Christof Kramp (Station K) Essensstände mit überdachten Sitzgelegenheiten aufgestellt und schenkte Wein, Sekt und Cocktails aus. „Für Glühwein hätte es unter 10 Grad sein müssen“; scherzte Kramp trotz des Regens und der empfindlichen Kühle.

Das Konzer Kinderfestival war auch Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag. Bei den großen Geschäften Möbel Martin und Hagebaumarkt brummte das Geschäft. In der Innenstadt war der Betrieb in den Läden dagegen mehr vom Wetter abhängig. Regnete es gerade in Strömen, wurde es in der Buchhandlung Kolibri am Marktplatz schnell eng. Das TUI-Reisecenter in der überdachten Passage zum Saar-Mosel-Platz schenkte Sekt aus. Und auch im Schuhhaus Holbach in der Wiltinger Straße öffnete und schloss sich die Ladentür in kurzen Abständen. Der Leiter des Konzer Stadtmarketings, Jörg Kranz-von Fricken vom gleichnamigen Optikergeschäft in der Granastraße, betonte: „Das Kinderfest ist sehr wichtig für Konz. Es zeigt, was wir zu bieten haben.“ Ein Pluspunkt aus Kranz-von Frickens Sicht ist auch die gute Erreichbarkeit mit der Bahn oder dem Auto.

Wer einen Rundgang durch die Konzer Innenstadt unternahm, hatte also überall Gelegenheit zum Gucken und Einkaufen. Doch dann rief die Stimme von Radiomoderator Thomas Vatheuer die Besucher zurück auf den Rathausplatz – der nächste Auftritt von Ritter Rost. Wieder füllte sich der Platz vor der Bühne, und die Begeisterung für den sympathischen Chaoten aus Schrottland ließ den Regen schnell vergessen.

Dank Ritter Rost, der Showtanzgruppe Rainbow und der Lebenshilfe: Wenn es mal nicht regnet, ist viel los vor der Bühne. Foto: Jürgen Boie
Bibi vom Junetko zeigt Arda (3) aus Konz, wie cool es ist, mit dem Bobbycar zu fahren. Foto: Jürgen Boie
Ohne das tapfere Burgfräulein Bö wäre Ritter Rost verloren. Die beiden begeistern die Kinder, die trotz des Regens zur Bühne gekommen sind. Foto: Jürgen Boie

Und später am Nachmittag hörte es dann doch noch auf zu regnen. Beim dritten und vierten Auftritt von Ritter Rost war sogar teilweise die Sonne am Himmel der Saar-Mosel-Stadt zu sehen. Und sie blieb nicht allein. Laut Junetko-Geschäftsführer Dietmar Grundheber kam gegen 16 Uhr auch noch mal ein großer Zustrom an Besuchern. Im Gespräch mit dem TV sagt er: „Es waren zwar keine 10 000 Besucher wie 2017, aber wir gehen von mehr als 3500 aus.“ Das sei angesichts des Regens für das Junetko immer noch eine sehr zufriedenstellende Bilanz für das Kinderfestival.

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