1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Kindertheater vor ausverkauftem Haus: TV-Leseratte und Fledermaus auf großer Fahrt

Kindertheater vor ausverkauftem Haus: TV-Leseratte und Fledermaus auf großer Fahrt

Rund 130 Kinder der Grundschulen Irsch und Freudenburg haben gemeinsam mit Tanzgruppen aus Serrig und Taben-Rodt sowie einer Jugendgruppe der Serriger Karnevalisten die Geschichte vom magischen Globus aufgeführt. Hauptpersonen in der Saarburger Stadthalle waren TV-Leseratte Lucky und seine Freundin, die Fledermaus Lucy.

Riesige Ohren, große Füße, Latzhose: Bislang war die TV-Leseratte Lucky nur als abgedruckte Figur bekannt. Jetzt ist Lucky lebendig geworden. Und nicht nur das, er hat sogar schon eine Freundin, die Fledermaus Lucy. Die beiden sind die Hauptfiguren im Kindertheaterstück "Der magische Globus- eine Weltreise im Klassenzimmer". Es ist die 20. Inszenierung mit Grundschul- und Kindergartenkindern aus Irsch, Freudenburg, Serrig und Taben-Rodt, die Maja Brandscheit auf die große Bühne der Saarburger Stadthalle bringt.

Die vier Vorstellungen mit je 130 jungen Schauspielern, Tänzern und Sängern fanden immer vor ausverkauftem Haus statt. Seit die Pädagogin pensioniert ist, hat sie noch mehr Zeit, ihre jungen Darsteller mit noch fantasievolleren und üppigeren Kostümen auszustatten. "Die habe ich alle selbst genäht", sagt Brandscheit, die auch schon den TV-Ehrenamtspreis gewonnen hat. Auch das Bühnenbild stammt von ihr.

Seit Ostern wurde geprobt, Texte für die Lieder von den Kindern mit geschrieben, Tänze einstudiert, und so ganz nebenbei auch noch Flüchtlingskinder integriert. "Die sind als solche nicht zu erkennen", darauf legt die Regisseurin besonderen Wert.

Die Geschichte hat Brandscheit diesmal selbst geschrieben. Die Schüler der Klasse 4 wollen auf Weltreise gehen, um fremde Kulturen und Länder kennenzulernen. In einer Lesenacht sollen sie herausfinden, wo es am schönsten ist.
Wie von Zauberhand taucht die Leseratte Lucky des TV auf und bringt Freundin Lucy mit. Mit Hilfe eines magischen Globus' ist das Verreisen ein Kinderspiel. Doch plötzlich sind Lucky und Lucy verschwunden. Auf jedem Kontinent, wo sich die Kinder umschauen sind die Beiden schon wieder weg. Sie huschen oft über die Bühne, mal hinter eine Lokomotive, einer Fahne oder als Taucher getarnt.

Die Kinder erkennen, wie schön die Welt mit ihren Menschen und den Tieren ist. Hinter den Kulissen wird dafür schwer beim Umziehen und Schminken gearbeitet, damit Schneemänner und Schneeflocken um die Transsibirische Eisenbahn wirbeln, Fische übers Great Barrier Reef in Australien schwimmen, der Sultan seine Bauchtänzerinnen zeigen kann oder Can-Can-Mädchen in Paris auftreten können. In Großbritannien haben die Schüler Gelegenheit, gleich nach der Queen noch das Ungeheuer von Loch Ness kennenzulernen.

"Ich wünsch' mir Liebe" und "Wir sind Kinder einer Welt", sind die beiden Lieder als Botschaft für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen.

"Das war eine tolle Vorstellung. Großes Kompliment an die Kinder und Maja Brandscheit", gratuliert Zuschauerin Helga Schneider aus Saarburg nach der Premiere. doth