Kirche als Gemeinschaft leben

WASSERLIESCH. Hans Diekmann ist neuer Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinden Wasserliesch, Könen und Oberbillig. Die Kirche als Gemeinschaft begreifen und leben ist sein großes Anliegen. Am Wochenende war feierliche Einführung in St. Aper Wasserliesch.

Der promovierte Theologe aus dem saarländischen Elversberg wurde 1968 in Trier zum Priester geweiht. Gleich darauf trat er seine erste Priesterstelle als Kaplan in Völklingen an, wo er auch als Religionslehrer tätig war. Religionslehre und Kirchenpolitik sollten den Kirchenmann sein ganzes geistliches Leben begleiten. Der Neue will kein Alleinunterhalter sein

So arbeitete er einige Jahre als Referent für Religionspädagogik an der Zentralstelle Bildung der deutschen Bischofskonferenz in Bonn, leitete zehn Jahre die Schulabteilung am Bischöflichen Generalvikariat in Hildesheim, und an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg war Diekmann Dozent für katholische Theologie und Sozialethik. Als Direktor des katholischen Büros in Hannover leitete er die Schaltstelle zwischen den niedersächsischen Bischöfen und der Landesregierung. Seelsorgerische Erfahrungen sammelte Hans Diekmann darüber hinaus als Militärdekan und zuletzt als Pfarrer im saarländischen Köllerbach. Seit dem 1. August ist er Hirte über rund 4300 Schäfchen in den Pfarrgemeinden St. Aper Wasserliesch, St. Amandus Konz-Könen und St. Barbara Oberbillig. Hans Diekmann hat sich vorher über sein neues Tätigkeitsumfeld informiert. Angetan ist er von dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement in seinen neuen Pfarreien. "Viele Gemeindemitglieder sind ehrenamtlich in zahlreichen Gremien aktiv", freut sich "der Neue". Ob im Pfarrgemeinderat oder Pfarrverwaltungsrat, im Arbeitskreis "Eine Welt" oder in der Frauengemeinschaft - die Liste der ehrenamtlichen Aktivitäten ist lang. Von daher hatte Hans Diekmann eine - nach eigener Einschätzung - "weiche Landung" bei seinem Neuanfang. "Auch nach einjähriger Vakanz hat die Pfarrgemeinde St. Aper viel in Eigenleistung gemacht", lobt der Geistliche. Er will künftig nicht alles alleine machen und die Arbeit in den Gremien unterstützen. Hans Diekmann will nicht der "Alleinunterhalter" seiner Pfarreien sein. Verantwortung für den Glauben

Er setzt auf die Gemeinschaft. "Glauben leben, feiern und verkünden in der Gemeinschaft", das sind die Säulen seiner Arbeit. "Nur als missionarische Kirche haben wir eine Überlebenschance", sagte er in seiner Predigt anlässlich der Einführung am Sonntag in Wasserliesch. Damit meint er nicht etwa die Bekehrung Ungläubiger in Afrika oder Asien. Vielmehr fordert er dazu auf, den eigenen Glauben zu leben und weiterzugeben. "Das ist nicht nur Sache des Pfarrers. Jeder kann seinen Glauben in der Familie und im Freundeskreis weitergeben und davon berichten", sagt der Priester. So hält er die Erziehung zum Glauben in den Familien für unersetzlich und spricht von der "Mitverantwortung für den Glauben der anderen".

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