Kirf lehnt Sanierungsgebiet ab

Kirf ist im Dorferneuerungsprogramm des Landes. Das muss reichen, damit Bauherren, die eine ältere Immobilie sanieren oder renovieren wollen, entsprechende Zuschüsse bekommen, finden die Mitglieder des Rates. Ein Sanierungsgebiet, das zudem steuerliche Vorteile bringen würde, sehen die Ortsvertreter als nicht notwendig an.

Kirf. Vorteile durch verbesserte steuerliche Abschreibungen können sich künftige Bauherren, die sich in Kirf, Beuren oder Meurich in altes Gemäuer verliebt haben, abschminken. Der Ortsgemeinderat hat die vorbereitende Untersuchung zur Ausweisung eines Sanierungsgebietes, in dem so etwas möglich ist, abgelehnt.Etwa 20 Hektar hätten in den drei Ortsteilen auf sanierungsbedürftige Bausubstanz hin vom Planungsbüro Deubert aus Quirnheim untersucht werden sollen. Dieser Planer hat bereits eine ganze Reihe Aufträge anderer Saarburger Ortsgemeinden in der Tasche. Der Gesetzgeber will mit Steuervorteilen der Verödung von Ortskernen im Zuge des demografischen Wandels vorbeugen und jüngeren Bauherren altes Gemäuer schmackhaft machen."Unsere drei Dörfer sind noch gut erhalten. Es gibt nur drei leerstehende Häuser", nennt Ortsbürgermeister Josef Krug ein triftiges Argument dagegen. Die Honorarkosten von 30 000 Euro wären mit knapp 14 000 Euro von der Europäischen Union (EU) und 3000 Euro vom Kreis gefördert worden. Aber auch der Restbetrag von circa 13 000 Euro für die Planung des Sanierungsgebietes ist den Kirfer Ortsvertretern zu teuer."Für den Preis gibt es in unseren drei Dörfern nicht so viele Gebäude, die infrage kommen", findet Reinhold Anton. Außerdem wolle sich doch nicht jeder von einer Verwaltung in sein Projekt reinreden lassen.Dieser Meinung schließt sich auch Norbert Zehren an: "Das ist Geld, das uns nachher fehlt." Das Ratsmitglied findet es suspekt, aus ein paar Häusern ein Sanierungsgebiet stricken zu wollen. Horst Brittnacher verweist darauf, dass Kirf doch schon im Dorferneuerungsprogramm des Landes drin ist. Bei der Enthaltung von Bernd Fisch beschloss der Rat einstimmig, kein Sanierungsgebiet anzustreben und damit auch auf die Zuschüsse der EU und des Kreises zu verzichten. dothExtra

Beraten, welche Zuschüsse und Vorteile es für Renovierer und Sanierer gibt, kann Thomas Wallrich von der Verbandsgemeindeverwaltung in Saarburg, Telefon 06581/81280. doth bauen-im-ortskern.de