1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Kirf plant und erschließt zwei neue Baugebiete

Dorfentwicklung : Das Kirfer Bürgerhaus muss weiter warten – aber der Ort wird größer

Auch in diesem Jahr wird es nichts mit der Sanierung des Kirfer Treffpunktes. Aber gleich zwei Baugebiete gehen in die Planung und Erschließung.

Derzeit werden landauf, landab viele Neubaugebiete geplant. Die Sonderregelung des Paragrafen 13b im Baugesetzbuch, befristet auch jenseits der Ortsgrenzen erschließen zu dürfen, löste diesen Boom aus. In der Ortsgemeinde Kirf sind es gleich zwei: Zum Frohen Hirten im Ortsteil Kirf und Kreuzberg in Meurich, jeweils mit zehn Hektar Fläche.

Den Aufwand begründet Ortsbürgermeister Reinhold Anton so: „Es rufen jede Woche Leute an und fragen nach Bauland.“ Ihm komme es vor allem darauf an, jungen einheimischen Familien Parzellen anzubieten, damit möglichst niemand wegziehe. Das stärke auch den Zusammenhalt in den drei Dörfern der Ortsgemeinde.

Die Investition in die Erschließung sei ja immer nur eine finanzielle Vorlage. Der Rückfluss in die Ortskasse kommt durch den Grundstücksverkauf. Einige Reservierungen sind bereits ausgesprochen, obwohl die Planung jetzt erst beginnt.

Die Sanierung des Bürgerhauses ist immer noch im Wartestand, wird von Anton aber fürs nächste Jahr ins Auge gefasst. Das Dach, die Fenster, keine Behindertentoilette, eine Wärmedämmung und Schallisolierung sind die Posten, die ins Geld gehen.

„Die Kommunalaufsicht hat uns seit gut zehn Jahren diese Investitionen immer wieder abgelehnt, obwohl die Ortsgemeinde finanziell gar nicht so schlecht dasteht“, beklagt Anton. Er probiere immer wieder, das Projekt durchzubringen und fordert: „Das Dach ist doch das Wichtigste, wenn wir einmal damit anfangen dürften.“ Das Haus ist noch mit Eternit eingedeckt.

Das Problem dabei: „Je länger wir mit den Maßnahmen warten, desto teurer wird es.“