Kirf sagt Nein zu mehr Windrädern und Ja zum Neubaugebiet

Kirf sagt Nein zu mehr Windrädern und Ja zum Neubaugebiet

Kirf (doth) Auf dem Berg bei Kirf-Meurich standen schon mal drei Windräder. Die wurden von RWE an den Windenergieinvestor WEAG mit Sitz in Mandern verkauft und abgebaut.

Jetzt bekam der Kirfer Ortsbürgermeister Josef Krug den Antrag zum Bau neuer Windkraftanlagen auf den Tisch. Höher und mit größeren Rotoren sollen sie werden.
"Unser Ortsgemeinderat hat bereits am 11. November 2015 beschlossen, keine neuen Windräder zuzulassen, und daran halten wir uns auch jetzt", so der Ortschef. Die Begründung: Die Weißen Riesen würden in 700 Meter Entfernung gebaut. Das Land hat aber mittlerweile in seinem Entwicklungsplan 1000 Meter als Mindestentfernung festgelegt.
Von elf Windrädern ist Kirf bereits umzingelt. Zehn davon stehen auf Privatgelände. Krug vermutet: "Womöglich kommen die Räder trotz unserer Ablehnung. Das ist schon mal in Kirf und Dittlingen passiert." Der Ortschef fügt achselzuckend hinzu: "Die sind halt verpflichtet zu fragen." Selbst Einfluss auf die Entscheidung hat die Ortsgemeinde beim Endstufenausbau des Neubaugebietes Im Hübel auf der Maaswies. Hier hat der Rat das Ingenieurbüro Deges und Bah aus Trier mit der Planung beauftragt, das die Ortsgemeinde auch beim Ausbau verschiedener Ortsstraßen betreut hat. Krug rechnet für 2018 mit der Umsetzung der Baumaßnahme. Sieben Baustellen sind noch frei. Mit 40 neuen Häusern, die hier inzwischen gebaut wurden, ist Kirf von 808 auf 850 Bürger gewachsen. Zehn Prozent der Ausbaukosten, die noch ermittelt werden müssen, wird die Ortsgemeinde tragen. Den Rest zahlen die Grundstücksbesitzer.
Info: Wegen des Wegzugs von Ursula Dick zieht Alfred Biwersi von der FWG-Fraktion als Nachrücker in den Bauausschuss ein.