Kita Kell fast fit für die Zukunft

Kita Kell fast fit für die Zukunft

Die fünf Kindergärten in der Verbandsgemeinde Kell sind gut gerüstet für August 2013. Ab diesem Zeitpunkt haben auch unter Zweijährige einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. In der Kita Kell und in der Kita Schillingen wird noch gebaut. Die neue Küche in Kell ist aber schon fertig.

Kell am See. "Unsere neue Küche müssen sie unbedingt sehen", sagt die Leiterin des Keller Kindergartens St. Michael, Ulrike Neubauer. Wo Edelstahl glänzt, ist das Reich der beiden Hauswirtschafterinnen Ruth Kramkowski und Monika Becker. Sie kochen künftig für 42 Kinder, die bis zu neun Stunden pro Tag in der Einrichtung bleiben. Insgesamt stehen 75 Plätze zur Verfügung.
Rund 247 000 Euro werden in das Haus der kleinsten Mitbürger geflossen sein, wenn es an Ostern nächsten Jahres offiziell eingeweiht wird. Das Geld kommt vom Bistum, Land und Kreis sowie von der Ortsgemeinde Kell am See. "50 000 Euro der insgesamt 63 000 Euro, mit denen wir uns beteiligen, hat die Ortsgemeinde Kell bereits freigegeben. Es ist gut angelegtes Geld für unsere Kinder", sagt Gemeindechef Markus Lehnen (CDU).
Forschen und Musizieren


Ziel sei bereits vor vielen Jahren gewesen, unter Dreijährige aufzunehmen. Jetzt werden bald junge Eltern weiter entlastet und die Ortsgemeinde in ihrer Infrastruktur gestärkt.
Vorher wird noch das Umfeld gestaltet. Innen ist fast alles fertig. Nur noch einige Dämmarbeiten stehen an. Leiterin Neubauer ist begeistert über die neuen Möglichkeiten: "Der Keller ist jetzt nutzbar. Da kommt ein Forschungszimmer hin, und es kann Musik gemacht werden, ohne dass die ganz Kleinen beim Mittagsschlaf gestört werden." Auch ein Theaterprojekt sei angedacht. Die Neugier und Kreativität der Kinder soll in solchen Angeboten schon sehr früh geweckt werden.
Zwei Regelgruppen mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren, eine Krippengruppe für unter Dreijährige und eine Nestgruppe für unter Zweijährige bietet die Kita an. Für die erweiterten Angebote wird auch mehr Personal gebraucht. Drei neue Fachkräfte kamen hinzu. "Da hatten wir Glück, die so schnell zu finden, denn alle Kindergärten brauchen ja jetzt Personal", erklärt Neubauer. Gut im Keller Kindergarten ist jedoch, dass seit vielen Jahren, noch unter der Leitung der Schwestern vom Orden der Oblatinnen, unter Dreijährige aufgenommen wurden. "Das ist für uns keine große Umstellung", sagt Neubauer.
Der Umbau aller Kindergärten ist jedoch eine Herausforderung. "Wir hatten da ja kaum Vorlaufzeit in der Planung, denn die Kinder kommen heute ja fast mit einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz auf die Welt", sagt Agens Thiel vom Jugendamt des Kreises, das den Bedarf an Kindergartenplätzen ermittelt.
Am längsten wird wohl am Kindergarten in Schillingen gebaut, der wegen Marderbefalls ein neues Dach bekommen muss, was den Preis der Bauarbeiten auf mindestens 590 000 Euro treibt (der TV berichtete mehrfach). Bald ist hier der erste Bauabschnitt fertig, in den die erste Gruppe einziehen wird. Der Rest wird weiter im Pfarrheim betreut. "Der zweite Bauabschnitt beginnt Mitte Dezember", sagt Architekt Simon Kolz aus Reinsfeld. "Der Förderauftrag der Kindergärten an Erziehung, Bildung und Betreuung wird bald optimal gewährleistet sein", freut sich auch Bürgermeister Werner Angsten.
Extra

Die Kindertagesstätten Zerf, Greimerath und Mandern erfüllen nach dem Ausbau bereits die gesetzlichen Anforderungen nach einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für unter Zweijährige. "In Mandern steht noch eine Heizungssanierung mit Dämmung" an, informiert Agnes Thiel vom Kreisjugendamt. Die Kosten dafür liegen ihrer Behörde jedoch noch nicht vor. Nach Abschluss aller Arbeiten in den fünf Einrichtungen wird es in der Verbandsgemeinde Kell 52 Plätze für unter Dreijährige und 38 Krippenplätze geben. "Falls das nicht reicht, können Gruppengrößen untereinander flexibel gestaltet werden", so Thiel. Wartezeiten sollen Einzelfälle bleiben. Mehr über die Kindergärten in Rheinland- Pfalz informiert die Internetseite www.kita.rlp.de. doth