Kita, Mensa, Nahwärmenetz

Zuerst wird ein Nahwärmenetz gebaut, danach folgen die Schulmensa und die neue Kindertagesstätte. Der Konzer Stadtrat hat drei Grundsatzbeschlüsse für den Stadtteil Kar-thaus gefällt.

Konz. "Die Räume sind zu klein, und das Gebäude ist in schlechtem Zustand", sagt Ralf Maxheim vom Elternausschuss der Kita St. Johann in Konz-Karthaus. Kita-Leiter Thomas Kiefer pflichtet ihm bei: Ein Personalraum sei zum Gruppenraum umfunktioniert worden, eine Abstellkammer zum Büro.

Weil Maxheim darauf hofft, dass sich dieser Zustand bald ändert, ist er zusammen mit Nikolai Sornogin und Susanne Roll, ebenfalls vom Elternausschuss, zu der Sitzung des Konzer Stadtrats am Dienstagabend gekommen. Am Ende haben sich die drei über einen Grundsatzbeschluss gefreut. Die Ratsmitglieder haben einstimmig dafür votiert, dass das alte Kita-Gebäude abgerissen und ein neues gebaut wird. Am alten Standort soll eine integrative Kindertagesstätte mit vier Gruppen entstehen, in der auch Kinder mit Behinderungen betreut werden.

Eigentlich war der Baustart schon 2009 geplant. Der Zeitplan verzögerte sich aber. Laut Bürgermeister Karl-Heinz Frieden habe die Verwaltung abgewartet, bis ein stimmiges Gesamtkonzept für den Bereich rund um das Kloster Karthaus vorgelegen habe.

Nun liegt das Konzept vor. Der Rat hat dementsprechend gleich drei Großprojekte auf den Weg gebracht. Neben dem Kita-Neubau wurden der Bau einer Mensa für die Grundschule St. Johann und die Einrichtung eines Nahwärmenetzes mit Holzhackschnitzelheizung (der TV berichtete) beschlossen.

Frieden schätzt, dass insgesamt Kosten von etwa 4,5 Millionen Euro auf die Stadt zukommen. Die Verwaltung rechnet jedoch mit Zuschüssen. Für das Nahwärmenetz, das wahrscheinlich rund 1,2 Millionen Euro kostet, erwartet die Stadt einen 80-prozentigen Zuschuss aus dem Konjunkturpaket II. Bei der Mensa geht Frieden von 1,3 bis 1,5 Millionen Euro Baukosten aus. Hier wird mit Fördergeld vom Land (70 Prozent) und vom Kreis (zehn Prozent) gerechnet. Die Kita soll ungefähr 1,7 Millionen Euro kosten. Dort hofft die Stadt auf Beiträge von Bund, Land, Kreis und Bistum. Wer welchen Anteil zahlt, steht noch nicht fest.

Die Reihenfolge für die drei Bauprojekte steht fest. Zuerst ist das Nahwärmenetz dran. Das begründet Frieden damit, dass noch dieses Jahr mit dem Bau begonnen werden muss, um das Geld aus dem Konjunkturpaket zu bekommen.

Die Holzhackschnitzelheizung, mit der die Schule, das Kloster, die Kita, die Klosterkirche und das Altenheim beheizt werden sollen, wird im Keller der Schulmensa untergebracht. Deshalb folgt nach dem Nahwärmenetz der Bau der Schulmensa. Abschließend ist die Kita dran.

Frieden hofft wie die Eltern der Kindergartenkinder auf eine "schnellstmögliche" Umsetzung des Gesamtprojekts. Ob es 2011 abgeschlossen werden kann, ist noch nicht klar.

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