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Kita zu klein, Zuschuss fehlt - Fisch stoppt im neuen Haushalt fast alle Investitionen

Kita zu klein, Zuschuss fehlt - Fisch stoppt im neuen Haushalt fast alle Investitionen

Außer einem Buswartehäuschen und dem Lern- und Erlebnispavillon im Dorfpark Lebensfluss hält sich der Fischer Ortsgemeinderat mit Geld ausgeben zurück. Grund ist die bislang ausgebliebene Zuschusszahlung aus Mainz für den Kindergarten, der jetzt schon an seine Grenzen stößt.

Fisch. Der Fischer Ortsbürgermeister Otmar Wacht sieht einen krassen Widerspruch: "Die Landesregierung kann doch nicht auf Kita-Beiträge verzichten und wenn Neubauten notwendig sind, nicht rechtzeitig Zuschüsse zahlen." Der Kita-Neubau St. Jakobus, der vor knapp zwei Jahren in Betrieb ging, ist bereits mit 40 Kindern ausgelastet. "Es kommen aber weitere Kinder, allein schon wegen der Neubaugebiete", erklärt der Ortschef. Eine dritte Gruppe wird notwendig.

Es müssten entweder Tagesmütter gefunden werden, die aber erst vom Jugendamt ausgebildet werden, oder es muss ein Anbau her. "Der kostet 50 000 Euro", schätzt Wacht. Seit einem Jahr liegt ihm der Bewilligungsbescheid aus Mainz vor. Jetzt kam die Zusage für 2017. "Das glaube ich aber erst, wenn ich sie in der Hand halte", sagt Wacht. "Das Geld war ja fest eingeplant, aber wir mussten das Projekt vorfinanzieren", ergänzt der 1. Beigeordnete Hans-Peter Wacht. "2013 waren wir noch schuldenfrei. Wegen der Kita rutschen wir in die roten Zahlen", erklärt der 2. Beigeordnete Stefan Kaiser. Fisch hänge da finanziell in der Luft.

Der Ortsgemeinderat beschloss die Installation eines Buswartehäuschens und des geplanten Lern- und Erlebnispavillons im Dorfpark Lebensfluss, was 8000 bzw. 25 000 Euro kostet. "Das ist finanziert und wir nutzen die Hilfsbereitschaft unserer Bürger bei der Eigenleistung", sagt der Ortschef. Mehr gehe momentan nicht. doth