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Kita-Zukunftsgesetz stellt die Gemeinden im Hochwald sowie im Raum Konz / Saarburg vor große Aufgaben

Saarburg/Konz/Hermeskeil : Kita-Zukunftsgesetz stellt die Gemeinden im Hochwald sowie im Raum Konz / Saarburg vor große Aufgaben

Neue Regelungen durch das Kita-Zukunftsgesetz stellen die Gemeinden im Hochwald sowie im Raum Konz/Saarburg vor große Aufgaben. Vielerorts wird das nicht ohne bauliche Erweiterungen und hohe Investitionen umzusetzen sein.

(cweb) Das Land Rheinland-Pfalz möchte die Kindertagesstätten für die Zukunft fit machen. Seit dem Bekanntwerden der Eckwerte des Kita-Zukunftsgesetzes im vergangenen Jahr – verabschiedet wurde es im August 2019 – beschäftigen sich die Verwaltungen der Verbandsgemeinden (VG) Saarburg-Kell, Konz und Hermeskeil mit der Frage, was die neuen Regelungen für die kommunalen Kindertagesstätten in ihren Gemeinden bedeuten. Auf TV-Anfrage teilen alle drei mit, dass insbesondere wegen des künftigen Anspruchs der Kinder auf eine „Sieben-Stunden-Betreuung“ in den meisten Einrichtungen nachgerüstet werden muss.

Die VG Saarburg-Kell teilt auf TV-Nachfrage mit, dass die 16 Kitas in kommunaler Trägerschaft seit März zusammen mit dem Kreis- und Landesjugendamt im Hinblick auf die neuen Regelungen begutachtet würden. Besichtigungen gab es bislang in Schillingen, Mandern, Kell am See, Freudenburg, St. Marien Saarburg, St. Laurentius Saarburg, Blümchesfeld Saarburg, Ayl und Irsch. Bei allen diesen Kitas seien „Erweiterungen beziehungsweise Änderungen in unterschiedlichem Umfang notwendig“.

Um mehr Mittagessen zubereiten zu können, müssten etwa Küchen nachgerüstet oder umgebaut werden. Oft müssten zusätzliche Essens- und Ruheräume geschaffen werden. Dies erfolge zum Teil durch Anbau zusätzlicher Räume und/oder durch Änderungen in vorhandenen Räumen. Auch höhere Kinderzahlen führten an einigen Standorten zu weiterem Raumbedarf.

„Die Vorgaben des Landes stellen viele Gemeinden vor Probleme, vor allem in finanzieller Hinsicht. Obwohl in den vergangenen Jahren durch Erweiterungen und Sanierungen viel in Kitas investiert worden ist, werden nun in vielen Fällen weitere, zum Teil erhebliche Investitionen erforderlich“, teilt die Verwaltung mit. Der finanzielle Beitrag des Landes sei dabei gering, der zeitliche Rahmen kaum einzuhalten. Ebenso sei die Vielzahl der Fälle personell nicht zu bewältigen.

Die Verbandsgemeinde Konz teilt mit, dass dort sämtliche Einrichtungen bereits begutachtet worden seien. Derzeit liefen die Abstimmungen zu erforderlichen Ergänzungen. Ob diese im Bestand oder durch bauliche Erweiterungen erfolgen, stehe noch nicht fest. Der Gesetzgeber habe eine Übergangsfrist von sieben Jahren eingeräumt. Derzeit fehlten allerdings noch Verordnungen dazu, wie das Gesetz konkret umzusetzen sei.

Aus der VG-Verwaltung in Hermeskeil kommt die Rückmeldung, dass nicht nur in der Stadt Hermeskeil Handlungsbedarf bestehe. Nach Besichtigungen mit Jugendamts-Vertretern deute sich bislang in allen besuchten Kitas in Hermeskeil, Reinsfeld und Gusenburg ein Erweiterungsbedarf an. „Die damit notwendigen Maßnahmen ziehen ein teilweise erhebliches Investitionsvolumen nach sich, was letztlich die beteiligten Gemeinden vor große finanzielle Herausforderungen stellen wird“, heißt es aus dem Rathaus.