Klare Vorstellungen - aber dennoch offen für Neues

Klare Vorstellungen - aber dennoch offen für Neues

Nach einem Jahr als kommissarische Schulleiterin ist Petra Falterbaum nun offiziell Rektorin der St. Martinus-Schule Reinsfeld. Ihre Schützlinge bereiteten ihr ein buntes Willkommensprogramm.

Reinsfeld. Schüler der St. Martinus-Schule Reinsfeld haben im Rahmen einer kleinen Feier ihre "neue" Rektorin Petra Falterbaum willkommen geheißen. Kommissarisch leitet sie die Schule bereits seit dem Schuljahresbeginn 2011/2012. Nach einjähriger Probezeit ist die frühere Konrektorin (ab 2008) nun formell ernannt.
Regierungsschuldirektor Klaus Isenbruck lobte das Engagement der neuen Rektorin, die erst vor neun Jahren ausgebildet worden ist. Unmittelbar danach sei sie in Reinsfeld als "Kopilotin" ihres pensionierten Vorgängers Albert Klein durchgestartet. Mit dem Bild knüpfte er an das für die Feier gewählte Motto an: "Probeflug beendet - neue Pilotin an Bord." Die Kompetenz der neuen Leiterin und ihres Kollegiums eröffne der Schule für die Zukunft jede Menge Möglichkeiten, betonte Isenbruck. Damit nahm er Bezug auf die aktuelle Diskussion zur Zukunft von Förderschulen. Künftig werden möglicherweise alle Schüler, unabhängig von ihrem jeweiligen Leistungsvermögen, in Regelschulen integriert.
Die Schüler hatten für ihre Rektorin extra ein Programm einstudiert. Darbietungen von Schulchor und Oberstufenchor wechselten ab mit einer Tanzvorführung. Von Schülern der fünften Klasse erhielt Falterbaum zudem ein Geschenk: einen Fuchs, quasi das Wappentier der Schule, aus Plüsch - eine Geste, über die sie sich besonders freute.
Der Schulbehörde dankte Falterbaum, die seit 2006 in Reinsfeld unterrichtet, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie lasse die Schule vieles selbstständig machen und auch eigene Ideen einbringen. Sie habe zwar klare Vorstelllungen vom künftigen Weg und wolle den gemeinsam mit Kollegen, Schülern und Eltern gehen. Doch gelte es auch, immer offenzubleiben "für Neues, für Abzweigungen und Umwege, die den Weg viel abwechslungsreicher" machten. urs
Extra

2008 feierte die St. Martinus-Schule ihren 40. Geburtstag. Erster Standort der früheren "Sonderschule für Lernbehinderte" war die ehemalige Landwirtschaftsschule in der Trierer Straße 51 in Hermeskeil, heute Sitz des Infozentrums Naturpark Saar-Hunsrück. Steigende Schülerzahlen führten 1973 zum Umzug der fünf jüngeren Klassen nach Reinsfeld. Die Oberstufenklassen wechselten 1976 in die ehemalige Reinsfelder Volksschule, wo seit 2005 ganztags unterrichtet wird. Bisherige Schulleiter waren Paul Kohley (1968 bis 1988), Rolf Quirin, der für ein halbes Jahr kommissarisch eintrat, sowie Albert Klein bis 2011. Quirin lehrte 41 Jahre an der Schule, die er drei Monate nach ihrem Start als Praktikant kennengelernt hatte, und bietet bis heute Nachmittagskurse dort an. urs