Klares Ja in Hermeskeil zur Privatklinik im St.-Fargeau-Park

Hermeskeil · In Hermeskeil sollen psychisch kranke Menschen mit medizinischer Hilfe wieder ihre Freude am Leben zurückgewinnen. Der Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass eine Investorengesellschaft ihre Pläne zum Bau einer Privatklinik im St.-Fargeau-Park mit Platz für 80 Patienten verwirklichen kann. Sie soll Ende 2018 fertig sein und kostet rund 25 Millionen Euro.

Hermeskeil. "Wir haben von Anfang an gespürt, dass wir hier in Hermeskeil in den politischen Reihen willkommen sind, und wir brennen darauf, unser Vorhaben in einem Filetstück der Stadt zu realisieren." Das betonte Thomas Schiwek, als er am Dienstagabend im Stadtrat die inzwischen sehr viel konkreteren Pläne für den Bau einer Privatklinik im Hermeskeiler St.-Fargeau-Park vorstellte. In ihr sollen in insgesamt 80 Zimmern gut situierte Menschen mit psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Burnout-Syndrom oder Angststörungen behandelt werden.
Schiwek ist Sprecher der Gesellschaft "Image Select & Grub Ingenieure" (Zweibrücken), die in Hermeskeil nach eigenen Angaben rund 25 Millionen Euro investieren will. Als Projektentwickler hat Image Select bereits maßgeblich an der Umwandlung eines alten Schlosses in Dirmstein (Kreis Bad Dürkheim) in eine kürzlich eröffnete Privatklinik mitgewirkt.
Das Konzept seiner Gesellschaft in Hermeskeil hatte Schiwek erstmals im Juni 2013 im Rat vorgestellt, was schon damals auf breite Zustimmung stieß (der TV berichtete). Danach wurde es aber lange Zeit ruhig um die Parkklinik. Nach mehreren Gesprächen hinter den Kulissen und Vorberatungen in den städtischen Ausschüssen "sind wir jetzt aber an einem Punkt angekommen, an dem wir das Vorhaben nicht nur vorstellen, sondern auch erste vertragliche Vereinbarungen treffen wollen", sagte Stadtbürgermeister Mathias Queck (CDU).
Das hat der Rat dann auch getan. Er stimmte geschlossen dem Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zu und eröffnete das formelle Verfahren, damit die Investoren Baurecht erhalten. Das könnte noch dieses Jahr vorliegen, wie Hugo Kern, Chef des beauftragten Planungsbüros, betonte. Eröffnet werden soll die Privatklinik Ende 2018, wie Schiwek im Anschluss an die Sitzung auf TV-Anfrage sagte. Zuvor hatte er im Rat betont, dass bei voller Belegung rund 45 Arbeitsplätze in der Klinik entstehen. Für einige wichtige Stellen der künftigen Fachklinik - etwa für die Position der Chefärztin - ist das Personal schon gefunden.
Die Stadt wird den Investoren den aktuell kaum noch genutzten und circa 14 000 Quadratmeter großen St.-Fargeau-Park verkaufen. Die Klinik wird nach Auskunft des Architekten Martin Grub ein viergeschossiger Bau, zu dem neben den Patientenzimmern und Therapieräumen auch ein großer Wellness- und Gastronomiebereich im Parterre gehören. "Unsere Patienten sind zwar krank, aber nicht blind. Wir wollen ihnen in der Klinik einen Vier-Sterne-plus-Komfort bieten", sagte Schiwek. ax