Klassentreffen mit Hindernissen

RALINGEN. Dass ein Klassentreffen nicht nur schöne Erinnerungen hervorruft, sondern auch zu allerhand peinlichen Verwicklungen führen kann, bewies die Theatergruppe des Cultur- und Carnevalvereins "Roalinger Kweischreck" (CCR) mit ihrem neuen Stück "Das verflixte Klassentreffen". Dreimal war das Ralinger Gemeindehaus ausgebucht.

Nicht nur, dass Hubert Schlimmes, klasse gespielt von Helmut Heck, nach durchzechter Nacht einen Haufen Ärger mit seiner Frau Paula (Roswitha Tossing) bekommt. Nein, Paula und ihre Freundin Beppi (Manuela Reiter) kommen auch noch auf die Idee, kurzfristig ein Klassentreffen zu arrangieren. Das wäre weiter nicht tragisch, würde nicht auch der ehemalige Mädchenschwarm Reinhold (Peter Becker), der nach Amerika auswanderte, und die einst plötzlich verschwundene Waltraud (Ingrun Schulz-Salzmann) dazu eingeladen werden. Glaubt doch der arme Hubert, der Vater des unehelichen Kindes von Waltraud zu sein. Jedenfalls zahlt er seit 20 Jahren Alimente für das Kind, die sein Freund Karl, Beppis Mann (Dietmar Thieltges), an Waltraud weiterleitet. Gemeinsam versuchen nun Hubert und sein Kumpel Karl, das Klassentreffen zu verhindern. Doch alle Mühe ist vergebens, die Frauen setzen sich durch. Zumindest schaffen es die Männer, die Einladung an Waltraud aus dem Postkasten verschwinden zu lassen. Dazu setzen sie den armen Postpaul (Thomas Bauer) dermaßen unter Alkohol, dass sie ihm den Briefkastenschlüssel entwenden können. Leiden müssen Hubert und Karl dennoch, schließlich müssen ihre Frauen sie bis zum Klassentreffen in Form bringen. Die dicksten Männer ihrer Klasse wollen sie schließlich nicht präsentieren, das wäre nun doch zu peinlich. Irgendwann trifft dann auch die heiß erwartete Zusage aus den Vereinigten Staaten ein. Weitere Missverständnisse folgen, und irgendwann trifft Reinhold samt Frau und Tochter ein. Doch welch ein Schock für Hubert, denn Reinholds Frau ist besagte Waltraud. Das ist einfach zu viel für Hubert: Bei ihrem Anblick trifft ihn und seinen Freund Karl der Schlag. Doch kaum sind die Frauen aus dem Haus, genesen die beiden auf wundersame Weise. Heimlich hören die Frauen ihr Gespräch mit und erfahren die ganze, bittere Wahrheit. Am Ende kommt doch wieder alles ganz anders, und der eigentliche Übeltäter ist war Karl, der seinen Kumpel Hubert ausgenommen und alle Alimente selbst eingesteckt hat. Und der bis zum Ende als unbescholten dastehende Postpaul war es schließlich, der das Kind zeugte. Kein Stück ohne Liebesgeschichte: Emmily, gespielt von Marion Krier, und Sohn Norbert Schlimmes (Sebastian Weiland), verleihen dem Stück eine zusätzliche ordentliche Prise Humor. Postpauls Frau (Helene Schumacher) und Oma Josefa (Edith Streit) sorgen ebenfalls für jede Menge Lacher im Publikum, das mit Szenenapplaus nicht geizte.