Klassische Musik verbindet Künstler aus aller Welt

Klassische Musik verbindet Künstler aus aller Welt

Junge Musiker aus elf Ländern musizieren bei der Konzer Sommerakademie gemeinsam. Im Festsaal des Hauses Beda haben sie ein Konzert gegeben und präsentiert, was sie sich in den Wochen zuvor erarbeitet haben.

Bitburg. Der warme Klang des Violoncellos füllt den Festsaal des Hauses Beda, untermalt von dezenten Klavierakkorden. Das Besondere an dieser Interpretation einer Beethoven-Sonate: Der dänische Cellist wird von einem amerikanischen Pianisten begleitet, und vor dem nächsten Stück betreten japanische, argentinische und italienische Musiker die Bühne.
Aus elf Ländern stammen Teilnehmer der Sommerakademie für Klavier- und Kammermusik. Seit 19 Jahren wird sie organisiert von der Stadt Konz und dem Verein "Vogel als Prophet", der sich der Förderung klassischer Klaviermusik verschrieben hat. Das Prinzip: Junge Profi-Musiker aus der ganzen Welt kommen einige Wochen im Kloster Kar-thaus zusammen, um gemeinsam klassische Werke einzustudieren. Anschließend geben sie einige Konzerte in der Region. Zum einen bilden sich so international gemischte Ensembles. Zum anderen, erklärt Pianist Ariel Sorrentino Quilici aus Argentinien, sei die gegenseitige Kritik und das gemeinsame Arbeiten an Interpretationen sehr hilfreich. Auch der französische Bratschist Benjamin Beck findet es "schon großartig, wenn man sich wie in der Akademie eine Zeit lang allein auf die Musik konzentrieren kann". So vielseitig wie die Herkunft der Solisten ist auch das Programm, das von Beethoven über Mendelssohn bis Debussy viele musikalische Epochen abdeckt. Den Erfolg des Akademiekonzeptes haben die Künstler an diesem Abend vor einem Publikum von 63 Musikliebhabern bewiesen. Und noch zwei Mal gibt es die Möglichkeit, sich selbst davon zu überzeugen: Heute abend um 20 Uhr sowie am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr, jeweils im Kloster Karthaus in Konz. olkExtra

Christa Faber, 71, Bitburg: "Ein ganz tolles Konzert. Die Leidenschaft ist den Musikern anzusehen, und die Vielfalt ist großartig. Kompliment auch an das Haus Beda!" Monika Kappes, 60, Bitburg: "Beethoven ist ohnehin mein Lieblingskomponist, und dieses Cello - da komme ich gleich ins Schwärmen." Frederik Werner, Jülich: "Ich habe eine der Musikerinnen in Japan kennengelernt und ihr damals von der Akademie erzählt - jetzt begleite ich sie hierhin, und es gefällt mir sehr gut." Margarete Mehn, 58, Bitburg. "Mir hat das abwechslungsreiche Programm auf Anhieb gefallen. Bei Solisten merkt man direkt, wer was kann - und die sind spitze!" olk