Kleiner Vorgeschmack auf die Großbaustelle

Kleiner Vorgeschmack auf die Großbaustelle

Autofahrer rund um Zerf brauchen in den nächsten Monaten Geduld: Wegen Fahrbahnsanierungen ist die B 268 ab dem Kreisverkehr Zerf in Richtung Saarland zurzeit voll gesperrt. Mitte April folgt die nächste Etappe in Richtung Trier. Ende Mai soll es dann mit einem Großprojekt weitergehen: dem Ausbau der Zerfer Ortsdurchfahrt.

Zerf. Lastwagen und Baumaschinen prägen zurzeit das Bild am Zerfer Kreisverkehr an der Bundesstraße 268. Dort wird auf einem Abschnitt in Richtung Oberzerf die Fahrbahn saniert. Laut dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird der Asphaltoberbau abgefräst und anschließend erneuert. Zudem soll eine Brücke über den Großbach instandgesetzt werden.
Die Asphaltarbeiten dauerten voraussichtlich bis Mitte April, bis dahin bleibe der Abschnitt für den Verkehr voll gesperrt. Autofahrer werden über die B 407 durch Zerf und über die K 139 durch Greimerath umgeleitet (siehe Grafik, U1). Für die Brückenarbeiten soll die Bundesstraße zwei Wochen lang nur halbseitig gesperrt sein, kündigt der LBM an. Voraussichtlich am Wochenende vom 15. bis 17. April werde dann ab dem Kreisverkehr in Richtung Trier die oberste Asphaltschicht ausgetauscht - unter Vollsperrung. Die Kosten von etwa 550 000 Euro trage der Bund. Der Zerfer Kreisel bleibe die gesamte Bauzeit über befahrbar. Die Umleitung führt aus Richtung Trier kommend über die K 145 durch Baldringen und Zerf zurück auf die Bundesstraße (siehe Grafik, U2). Wenn das Wetter mitspiele, seien alle Arbeiten bis Ende April abgeschlossen."Müssen auf die Zähne beißen"


Für die Zerfer Bürger geht es dann allerdings erst richtig los. Denn ab Mitte/Ende Mai will der Landesbetrieb mit dem lange geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt beginnen. Das bestätigt LBM-Mitarbeiter Frank Zimmer dem TV. Dann wird sich der Hochwaldort für rund zweieinhalb Jahre in eine Großbaustelle verwandeln. Auf einer Gesamtlänge von 950 Metern wird laut LBM die Bundesstraße 407 durch den Ort voll ausgebaut, inklusive neuer Gehwege, Kanäle, Wasserleitungen, Hausanschlüsse und Straßenbeleuchtung (der TV berichtete mehrfach). Zudem werde die Brücke über den Großbach saniert.
Das gesamte Projekt sei "grob in sechs Bauabschnitte unterteilt", sagt Zimmer. Die Netto-Bauzeit liege bei insgesamt 28 Monaten, wetterbedingte Pausen nicht ausgeschlossen. Der Ausbau koste insgesamt etwa vier Millionen Euro. Davon entfielen rund 2,5 Millionen Euro auf die VG-Werke, 400 000 Euro auf die Ortsgemeinde Zerf für die Gehwege.
Der Zerfer Ortsbürgermeister Dieter Engelhardt ist "froh, dass es bald losgeht". Die Bevölkerung werde zwar "auf die Zähne beißen" müssen: "Aber danach haben wir eine deutlich aufgewertete Ortsdurchfahrt." Es habe ihn ein wenig überrascht, dass der LBM schon Ende Mai beginnen wolle, sagt Engelhardt. Er habe "eher mit Sommer gerechnet", da die Ausschreibung noch laufe. Es gebe noch "einige Dinge abzustimmen", zum Beispiel, wo der erste Bauabschnitt festgelegt werde. Zudem habe man den Anliegern zugesagt, öffentlich über Details zu informieren.Bürger werden informiert

Wenn die Arbeiten an der Bundestraße 268 abgeschlossen sind, soll ab Ende Mai dann die Zerfer Ortsdurchfahrt ausgebaut werden. TV-Fotos (2): Christa Weber. Foto: (h_hochw )


Frank Zimmer bestätigt, dass der Baubeginn "natürlich noch abhängig" sei von der "Baudisposition des Auftragnehmers". Wer den Zuschlag erhalte, stehe voraussichtlich Anfang Mai fest. Ob deshalb vielleicht erst im Juni begonnen werde, könne der LBM "heute noch nicht detailliert sagen". Die Bürger würden informiert, sobald der Auftragnehmer feststehe. Los gehe es aber definitiv hinter dem Kreisverkehr, um "insbesondere den Einmündungsbereich zum neuen Gewerbegebiet koordiniert herstellen zu können". Die Ortsgemeinde hat am ehemaligen Mitfahrerparkplatz bereits mit den Arbeiten begonnen.
Ein Detail, das vor allem auch im Nachbarort Greimerath interessiert, sind die Umleitungsstrecken. Laut LBM soll der Durchgangsverkehr - wie schon aktuell während der Arbeiten an der B 268 - über die K 139 durch Greimerath geleitet werden. Je nach Bauabschnitt bestünden auch "teilweise innerörtliche Umfahrungsmöglichkeiten". Der Greimerather Ortschef Edmund Schmitt erinnert daran, dass seine Ortsgemeinde "schon vor einem Jahr um eine großräumige Umfahrung gebeten" habe. "Man sollte das großzügig ausschildern, damit zumindest der Verkehr fernbleibt, der nicht unbedingt hier durch muss", sagt Schmitt. Natürlich suchten sich die Autofahrer "immer die günstigste Route". Deshalb sei auch die Polizei Saarburg gefordert, im Ort verstärkt Geschwindigkeitskontrollen einzuplanen.
Der anvisierte Baubeginn Ende Mai habe ihn nicht überrascht, sagt Schmitt: "Das hatten wir gefordert, damit wir unsere Kirmes am letzten Mai-Wochenende noch über die Bühne bringen."

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