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Kleines Baugebiet dominiert neuen Merzkircher Haushalt - Baubeginn in einem Jahr möglich

Kleines Baugebiet dominiert neuen Merzkircher Haushalt - Baubeginn in einem Jahr möglich

Neue Häuser sollen das gesamte Ortsbild aufwerten. Das ist das Ziel von Beschlüssen, im Ortskern von Merzkirchen-Kelsen Baustellen zu erschließen. Bis zu sechs Bauherren können sich in etwa einem Jahr den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen, Traumaussicht inklusive.

Merzkirchen-Kelsen. Traumhafte Sonnenuntergänge rufen bereits jetzt potenzielle Bauherren auf den Plan, die sich einen der bis zu sechs Bauplätze im Ortskern von Kelsen sichern wollen. "Das habe ich sogar schriftlich", versichert der Merzkircher Ortsbürgermeister Martin Lutz. Im Zuge des neuen Investitionsplanes wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes vom Ortsgemeinderat beschlossen.
Das Anwesen Waxweiler, das vorher im Ortskern von Kelsen stand, war baufällig geworden. "Das Dach war schon eingefallen. Irgendwann wäre es sowieso eingestürzt", bestätigt Ortsvorsteher Gerhard Peter. Grunderwerb und Abrisskosten belaufen sich auf 280 000 Euro. Drei Monate laufen jetzt die Stellungnahmen der Behörden und die Planoffenlegung. Danach kann erschlossen werden, was mit 107 450 Euro im Investitionsplan steht. In rund einem Jahr kann hier gebaut werden. "Für mich ist das Projekt eher ein Dorferneuerungsprogramm als die Erschließung von Baugrundstücken", sagt Ortschef Lutz. Doch jetzt steht das Kelsener Feuerwehrgerätehaus an der falschen Stelle. Es wird abgerissen, und ein Stück unterhalb entsteht ein neues Feuerwehrdomizil mit Dorfgemeinschaftsraum. "Das machen wir nach dem Vorbild von Dittlingen und Beuren", erklärt Lutz. Da sich dieses Projekt nicht refinanziert wie der Verkauf von Baugrundstücken, ist Merzkirchen in diesem Fall auf Zuschussgeber angewiesen. 175 000 Euro soll das neue Haus der Wehr kosten. 60 Prozent davon übernimmt die Verbandsgemeinde Saarburg.60 neue Straßenlaternen


Nach Zuschüssen aus der Feuerschutzsteuer und dem Dorferneuerungsprogramm des Landes und abzüglich der Eigenleistung aus dem Dorf bleibt für Merzkirchen der Betrag von 36 760 Euro zu stemmen. "Dafür müssen wir einen Kredit aufnehmen", sagt Lutz.
Aber allein die Giebelsanierung des alten Feuerwehrgerätehauses hätte 35 000 Euro gekostet. Der Endstufenausbau des Kelsener Baugebietes ist für 2019 anvisiert und kostet 163 000 Euro. Dieser Betrag ist jedoch durch den Verkauf der dortigen Grundstücke abgedeckt. Nur zehn Prozent davon bleibt bei der Ortsgemeinde. Ein Nullsummenspiel soll die Umstellung von Straßenleuchten auf Strom sparende LED-Technik werden. "Von den 153 Straßenleuchten in unseren sieben Ortsteilen werden 60 umgerüstet", erklärt Lutz.
150 Euro Zuschuss pro Lampe zahlt dafür das Unternehmen RWE. Die 27 000 Euro sollen sich durch Stromeinsparung in sechs Jahren amortisiert haben.